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Blaualgenplage im Eixendorfer See: Gefahr für die Gesundheit | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Im Sommer ist wieder Hochsaison an den Badeseen. Allerdings ist meistens auch mit Blaualgen zu rechnen. Warum die so gefährlich sind, erklärt Horst Auer von der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft.

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Blaualgenplage im Eixendorfer See: Gefahr für die Gesundheit

Wieder einmal wird vor Blaualgen gewarnt - diesmal im größten Stausee der Oberpfalz. Blaualgen können für Menschen und Tiere gefährlich werden. Woran erkennt man, dass ein Gewässer belastet ist, und wie sind die Symptome, die Blaualgen hervorrufen?

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Zurzeit ist der größte Stausee der Oberpfalz von Blaualgen befallen. Sie verwandeln das Wasser im Eixendorfer See in eine schlammige Brühe. Selbst Experten sind ratlos, wie sie die alljährliche Plage in dem See bei Neuburg vorm Wald in den Griff bekommen sollen. Die sommerlichen Temperaturen regen die Blaualgen im größten Stausee der Oberpfalz zu einem ungebremsten Wachstum an. Bisher scheiterten alle Versuche, der Plage Herr zu werden.

Was sind Blaualgen?

Blaualgen sind Bakterien, die sich überall in Gewässern befinden und bei einer normalen Konzentration ungefährlich sind. Gefährlich können sie aber werden, wenn sie sich stark vermehren. Bei einer Massenentwicklung dieser sogenannten Cyanobakterien (von griech. κυανός kyanós, "blau") verschlechtert sich die Wasserqualität deutlich.

Blaualgen produzieren giftige Stoffe

Blaualgen produzieren eine Reihe von giftigen Stoffen, die z. B. Fische und Zooplankton schädigen können. Einige dieser Gifte zählen zu den stärksten natürlichen Giften. Sie können auch für badende Menschen gesundheitsschädlich werden. Eine Gefahr besteht vor allem durch das Schlucken des Wassers.

Erbrechen, Durchfall und Atemnot durch Blaualgen

Blaualgen können bei Menschen zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, geröteten Augen und Atemnot führen können. In Seen mit auffälligem Algenwachstum sollte nicht gebadet werden. Insbesondere bei kleinen Kinder sollte man kein Risiko eingehen. Stellen örtliche Behörden einen Blaualgen-Befall fest, werden Badende durch Schilder informiert. Diese sollten unbedingt beachtet werden.

Wie erkennt man Blaualgen?

Blaualgen sind nicht blau, sondern bilden grüne Schlieren im Wasser - 20 oder 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche. Diese sind aber meist nicht im ganzen See verteilt, sondern nur stellenweise.

Das Bundesumweltamt gibt folgenden Tipp: Langsam ins Wasser gehen, ohne Schlamm aufzuwirbeln. Wenn Sie knietief im Wasser stehen und Ihre Füße erkennen können, steht dem Badespaß an dieser Stelle nichts im Wege.

Sterben von Blaualgen führt zu Fischsterben

Sterben die Massen von Blaualgen ab, kommt es zu einem weiteren Problem: Beim Abbau der Bakterien wird eine große Menge Sauerstoff verbraucht. So kann es dazu kommen, dass Fische aufgrund von Sauerstoffmangel sterben.

Wie kommt es zu einem Blaualgen-Überschuss?

Zu einer starken Vermehrung von Blaualgen führt ein hoher Nährstoffgehalt - zum Beispiel durch Abwässer mit Waschmittelrückständen. Auch eine steigende Wassertemperatur kann das Blaualgen-Wachstum rasant steigern.