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Artenschutzkonferenz verbietet Handel mit Giraffen | BR24

© dpa / picture alliance

Giraffen stehen seit 2016 auf der Roten Liste gefährderter Arten, weil ihre Zahlen rückläufig sind. Jetzt wird der Handel verboten.

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    Artenschutzkonferenz verbietet Handel mit Giraffen

    Seit drei Jahren stehen Giraffen auf der Roten Liste bedrohter Arten, weil ihre Zahl weltweit dramatisch zurückgeht. Jetzt hat die Internationale Artenschutz-Konferenz Cites ihren Handel verboten.

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    Schon im Herbst 2016 wurde die Giraffe als gefährdet in die Rote Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten der IUCN aufgenommen, weil die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten stark eingebrochen waren. Gab es 1985 noch etwa 163.000 Giraffen, waren es 2015 nur noch rund 97.000 Tiere.

    Lebensraum der Giraffen weicht Landwirtschaft

    Wie bei vielen anderen Arten ist die Giraffe vor allem dadurch bedroht, dass ihr Lebensraum zunehmend der Landwirtschaft weichen muss oder durch den Klimawandel verändert wird. Aber auch Wilderei gefährdet die Langhälse. Um zumindest bei diesem Punkt Abhilfe zu schaffen, hat die Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) bei ihrem jährlichen Treffen in Genf jetzt beschlossen, den internationalen Handel mit Giraffen zu verbieten.

    Tiere dürfen nicht mehr für Zoos verschifft werden

    "Die Giraffen sind stark gefährdet. Wenn ein Bedrohungsaspekt wie der Handel wegfällt, besteht die Chance, dass die Giraffenpopulationen sich erholen." Ralf Sonntag, International Fund for Animal Welfare (IFAW)

    Das bedeutet, dass zukünftig weder Fell noch Leder, Fleisch oder andere Jagdtrophäen von Giraffen gehandelt werden dürfen. Auch die Tiere selbst dürfen nicht mehr für Zoos oder Zirkusse verschifft werden. Ausgenommen von dem Verbot sind Staaten, die nachweisen können, dass ihre Bestände an Giraffen nicht rückläufig sind.