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Antibiotika-Alternativen: Uni Würzburg investiert in Forschung | BR24

© picture-alliance/dpa

Die Universität Würzburg investiert Geld in die Forschung nach Antibiotika-Alternativen.

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    Antibiotika-Alternativen: Uni Würzburg investiert in Forschung

    Was gibt es für Alternativen zur Behandlung mit Antibiotika? Die Universität Würzburg will in dem Bereich forschen und investiert 5,4 Millionen Euro. Durch den starken Gebrauch von Antibiotika sind einige Erreger resistent gegen die Behandlung.

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    Die Uni Würzburg will Alternativen zur Behandlung mit Antibiotika finden – und investiert deshalb 5,4 Millionen Euro in die Forschung. Das Geld soll in ein Graduiertenkolleg fließen, in dem 14 Nachwuchswissenschaftler forschen und promovieren werden. Nach Angaben der Universität wird das Projekt viereinhalb Jahre lang von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und soll am 1. April 2020 starten.

    Viele Bakterien sind antibiotika-resistent

    Weil viele Ärzte oft Antibiotika verschreiben, hätten sich einige Bakterien bereits zu resistenten Erregern entwickelt, die nicht mehr auf diese Art bekämpft werden könnten, heißt es in einer Pressemitteilung. Gefährlich sei das vor allem für geschwächte oder ältere Menschen, insbesondere in Krankenhäusern. Gegen diese multiresistenten Erreger gebe es keine Wirkstoffe.

    Uni Würzburg forscht nach Alternativen

    Deshalb sucht die Julius-Maximilians-Universität in Würzburg nun nach alternativen Behandlungsmethoden. Geforscht werden soll unter anderem an Zellmembranen, die bei Infektionen eine große Rolle spielen. In einem Graduiertenkolleg haben die Promovierenden nicht nur einen Professor, bei dem sie ihre Doktorarbeit schreiben – sondern ein ganzes Forschungsprogramm mit mehreren Lehrenden. Dazu kommen spezielle Lehrveranstaltungen.

    Das Projekt ist interdisziplinär angelegt. Neben Mikrobiologie und Infektionsbiologie werden auch biologische Chemie, Immunologie und hochauflösende Spektroskopie vertreten sein.