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Ammoniak - reizendes Kältemittel für Augen und Atemwege | BR24

© picture alliance/Bildagentur-online

Ammoniak reizt Augen und Atemwege

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    Ammoniak - reizendes Kältemittel für Augen und Atemwege

    Ammoniak, in der Chemie unter der Formel NH3 bekannt, ist ein stechend riechendes Gas. Es wirkt schon in geringer Konzentration schädigend auf die Schleimhäute von Augen und Atemwegen. Wie gefährlich ist es tatsächlich?

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    Von
    • Georgia Tscharke

    Ammoniak ist ein Gas, das aus Stickstoffverbindungen besteht. Beim Einatmen geringer Konzentrationen wirkt es reizend, bei hohen Konzentrationen ätzend und es besteht Lebensgefahr. Es ist ein stechend riechendes, farbloses, wasserlösliches und giftiges Gas. Tritt es aus einer defekten Leitung aus, reizt es die Augen und wirkt auf die Schleimhäute der Atemwege. Es wird unter anderem als Kältemittel in Eishallen und Kühlhäusern verwendet.

    Gefährliche Wirkung von Ammoniak

    Konzentrationen von 1,5 bis 2,5 Gramm Ammoniak pro Kubikmeter Luft können nach 30 bis 60 Minuten Einwirkung tödlich wirken. Aber auch der direkte Kontakt von Augen oder Haut mit Ammoniak in wässriger Lösung - Ammoniakwasser oder Salmiakgeist genannt - kann zur Vergiftung führen.

    Wie wird Ammoniak hergestellt?

    Das Gas mit der chemischen Formel NH3 wird unter Hochdruck aus Luftstickstoff und Wasserstoff hergestellt. In der chemischen Industrie wird Ammoniak zu Nitratsalzen weiterverarbeitet. Diese werden in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt. Weniger bekannt ist, dass im Ersten Weltkrieg aus dem Gas auch Sprengstoff produziert wurde.

    Mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Ammoniak-Synthese

    Für die Ammoniak-Synthese oder das Haber-Bosch-Verfahren erhielten die Chemiker Fritz Haber und Carl Bosch den Nobelpreis für Chemie, der erste 1919, der zweite erst 1931.