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Alternativer Nobelpreis ehrt Einsatz für menschenwürdiges Leben | BR24

© Right Livelihood Award-Stiftung

Die Right Livelihood Award-Stiftung zeichnet beispielhaften Engagement aus.

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    Alternativer Nobelpreis ehrt Einsatz für menschenwürdiges Leben

    Der Right Livelihood Award, wie der Alternative Nobelpreis eigentlich heißt, geht an Menschen und Organisationen, die sich beispielhaft für eine nachhaltige und menschenwürdige Welt engagieren. Heute wurden die Preisträger 2018 verkündet.

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    Seit 1985 zeichnet der Right Livelihood Award ("Preis für richtige Lebensführung") Menschen aus, die sich für den Schutz der Umwelt, für Menschenrechte und Frieden einsetzen. Die Idee, einen Alternativen Nobelpreis ins Leben zu rufen, hatte der ehemalige Europa-Abgeordnete Jakob von Uexküll in den 1970er-Jahren. Damals reiste er um die Welt. Er sah viel Armut und Umweltzerstörung. Zurück in Stockholm schlug er dem Nobelkomitee vor, auch einen Preis für Umwelt und Entwicklung zu vergeben. Der Plan wurde abgelehnt.

    Briefmarkensammlung finanziert Preisgeld

    Von Uexküll hielt an seiner Idee fest, verkaufte seine wertvolle Briefmarkensammlung und gründete mit dem Erlös die Right Livelihood Award-Stiftung, die bis heute den gleichnamigen Preis vergibt. Seit 1980 würdigte sie zahlreiche Menschen und Initiativen aus vielen Ländern. Die Feierlichkeiten in Stockholm finden meist einige Tage vor oder nach der Verleihung der Nobelpreise am 10. Dezember statt. Das Preisgeld stammt aus Spenden, daher variiert dessen Höhe. Im vergangenen Jahr gingen drei Millionen Schwedische Kronen (rund 315.000 Euro) an drei Preisträger. In manchen Jahren vergibt die Jury zusätzlich einen undotierten Ehrenpreis.

    Nobelpreisträger werden Anfang Oktober verkündet

    Wer einen der traditionellen Nobelpreise erhält, wird ab 1. Oktober bekannt gegeben. Zunächst erfolgt der Bekanntgabe der Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und der Friedensnobelpreis. Den diesjährigen Abschluss bildet der "Wirtschaftsnobelpreis" am 8. Oktober. Der Literaturnobelpreis entfällt in diesem Jahr.