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Achtung Mäusekot: Schützen Sie sich vor dem Hantavirus! | BR24

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Achtung Mäusekot: Wie gefährlich ist eine Hantavirus-Infektion?

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    Achtung Mäusekot: Schützen Sie sich vor dem Hantavirus!

    Frühlingsgefühle - endlich Zeit und Lust, mal Schuppen und Garagen aufzuräumen oder bei der Gartenarbeit zu entspannen. Aber überall da, wo sich Mäuse tummeln, kann auch das gefährliche Hantavirus lauern. So schützen Sie sich!

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    Von
    • Marlene Riederer

    Beim Aufräumen und Putzen von Garage oder Schuppen sollte man Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit es nicht zu einer Infektion mit dem gefährlichen Hantavirus kommen kann. Das Virus wird vor allem von Rötelmäusen übertragen, wobei längst nicht jedes Tier das Virus in sich trägt.

    Übertragung des Hantavirus: von Maus zu Mensch

    Übertragen wird das Hantavirus durch den Speichel, Kot und Urin infizierter Nager. Anstecken kann man sich durch kontaminierte Lebensmittel und Staub, in dem getrockneter Kot und Urin der Mäuse enthalten ist, oder wenn dieser Staub in offene Wunden gelangt. Auch wenn man von einer Maus gebissen wird, sollte man vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist eher unwahrscheinlich.

    Symptome ähneln einer Grippe

    Die Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Wochen - dann kommt es zu grippeähnlichen Symptomen: Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen treten auf. Bei schwerem Verlauf kann eine Nieren- oder Lungenentzündung hinzukommen. Besteht der Verdacht, sich angesteckt zu haben, sollte man schnell zum Arzt gehen: Eine sichere Diagnose ist nur über eine Blutuntersuchung möglich.

    Symptome klingen gut ab - normalerweise

    Eine Impfung gegen Hantaviren gibt es nicht, die Symptome sind jedoch normalerweise gut zu behandeln und Betroffene tragen meist keine Spätfolgen davon. Nur in Ausnahmefällen kann es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen.

    Wer sollte aufpassen?

    Meist werden die Krankheitserreger via Staubpartikel eingeatmet. Gefährdet ist man vor allem bei Arbeiten in Wald und Wiese, denn die Rötelmaus ist in Buchen- und Mischwäldern heimisch. Sie fühlt sich aber auch in waldnahen Gärten wohl. Deswegen muss man bei der Reinigung von Gartenschuppen und Co. oder bei Gartenarbeiten - zum Beispiel beim Holzstapeln - aufmerksam sein.

    Vorsichtsmaßnahmen beim Frühjahrsputz

    Beim Putzen von Orten, an denen sich Mäuse tummeln könnten, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:

    • Lüften Sie die betroffenen Räume vor dem Putzen gut durch.
    • Gehen Sie am besten mit Overall, Einmalhandschuhen, Gummistiefeln und Mundschutz ans Werk.
    • Feuchten Sie die verschmutzten Flächen an, um keinen Staub aufzuwirbeln.
    • Sollten Sie beim Putzen auf eine tote Maus oder Mäusekot stoßen: Besprühen Sie diese mit Desinfektionsmittel, geben Sie sie in eine Plastiktüte und diese gut verschlossen in den Hausmüll.
    • Reinigen Sie die betroffenen Flächen hinterher mit Alkohol oder anderen Desinfektionsmitteln: Diese zerstören die Viren und verringern das Infektionsrisiko.

    Unterschiedliche Virustypen weltweit

    Das Hantavirus tritt weltweit in verschiedenen Arten auf. In Deutschland kommt das sogenannte Puumala-Virus am häufigsten vor. Die Typen des Hantavirus unterscheiden sich auch in ihrer Gefährlichkeit: Amerikanische Virentypen zum Beispiel können wesentlich lebensbedrohlicher sein als die Hantaviren, die in Deutschland vorkommen.

    Meldepflichtige Infektion

    Ein Infektionsrisiko besteht das ganze Jahr über, besonders hoch ist die Gefahr aber von April bis September. Seit 2001 muss die Infektion gemeldet werden. Die Zahl der bundesweit übermittelten Hantavirus-Erkrankungen variiert von Jahr zu Jahr sehr stark, so das Robert-Koch-Institut (RKI). Im Jahr 2020 wurden 31 Hantavirus-Fälle in Bayern gemeldet, so das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). 2019 waren es deutlich mehr, nämlich 293 gemeldete Fälle.

    Woher kommt die Bezeichnung Hantavirus?

    Die Bezeichnung des Virus leitet sich vom innerkoreanischen Grenzfluss Hantaan ab: Während des Koreakriegs in den 1950er-Jahren erkrankten dort Tausende UNO-Soldaten an einer Infektion.

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    Die Rötelmaus überträgt das Puumala-Virus - eine Art des Hantavirus.

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