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Interview mit Martin Kaiser von Greenpeace

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50 Jahre Greenpeace: Umweltorganisation will "unbequem" bleiben

Greenpeace will auch nach der Bundestagswahl auf Probleme aufmerksam machen. Denn angesichts der Klimakrise, den nötigen Veränderungen in der Energiegewinnung und der Mobilität müsse man "unbequem" bleiben, so Martin Kaiser von Greenpeace.

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Von
  • Dominik Einzel

Greenpeace will auch im Umgang mit der neuen Bundesregierung "unbequem" bleiben. Angesichts der dramatischen Klimakrise mit Überflutungen wie zuletzt im Westen Deutschlands sei es klar, dass es sehr schnell Veränderungen geben müsse, egal ob beim Ausbau der erneuerbaren Energien, dem Eintritt in eine neue Mobilität mit Elektrofahrzeugen oder beim Ausbau der öffentlichen Infrastruktur. Das sagte der Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, im "BR24 Thema des Tages".

Greenpeace schafft Problembewusstsein

Gleiches gelte für große Konzerne wie VW. Diese müssten das, was sie sich vorgenommen haben, schneller umsetzen, ansonsten drohe das "Klimachaos". Dass auch Jahrzehnte nach Gründung von Greenpeace International noch nicht alle Probleme gelöst sind, sieht Kaiser nicht als Versagen. "Ich glaube, Greenpeace hat in seiner 50-jährigen Geschichte eine extrem wichtige Rolle gespielt, um die Umweltskandale am Anfang, aber zunehmend eben auch die großen Fragen wie Klimakrise, Artensterben in das Bewusstsein der Menschen zu bringen, aber auch in das Bewusstsein der Politik."

© BR / Peter Mücke
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Stefan Sauer

Greenpeace feiert 50-jähriges Bestehen

Wichtige Debatten anregen

Andere Umweltorganisationen wie etwa Fridays for Future empfindet Kaiser nicht als Konkurrenz. Im Gegenteil: "Dass die 'Fridays' jetzt auf der Straße sind, ist großartig", erklärte er im "BR24 Thema des Tages". Vor allem, weil sie es geschafft hätten, die wichtigen Debatten an den Abendbrottisch in den Familien zu bringen, wo auch die Entscheidungsträger vieler Unternehmen und der Politik sitzen. "Wenn die Kritik von den eigenen Kindern kommt, das beschäftigt einen noch mal viel mehr, als wenn man mit Argumenten von außen konfrontiert wird", so Kaiser.

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