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20. Juli 1944: Spurensuche in Flossenbürg | BR24

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Vor 75 Jahren scheiterte das Attentat auf Adolf Hitler: Einige der Mitwissen und Helfer von damals wurden im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Ganz erforscht sind die Vorgänge von damals aber bis heute nicht.

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20. Juli 1944: Spurensuche in Flossenbürg

Vor 75 Jahren scheiterte das Attentat auf Adolf Hitler: Einige der Mitwisser und Helfer von damals wurden im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Ganz erforscht sind die Vorgänge von damals aber bis heute nicht.

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75 Jahre nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler wollen sich auch die Historiker in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg noch einmal intensiver mit den Vorgängen rund um den 20. Juli 1944 beschäftigen.

"Die Geschichte des 20. Juli ist noch nicht zu Ende erzählt", sagte der Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Jörg Skribeleit, anlässlich des Jahrestages zum BR.

"Wir überlegen uns, aus Flossenbürger Sicht noch einmal ein Forschungsprojekt zu initiieren, genau über die Personen, die hier in Flossenbürg aus dem Umkreis des 20. Juli ermordet werden, um die letzten Stunden und Tage nachzuvollziehen." Jörg Skribeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Im Konzentrationslager Flossenbürg sind 1945 sechs Mitwisser und Mitorganisatoren des Attentats vom 20. Juli hingerichtet worden, darunter der evangelische Pastor Dietrich Bonhoeffer.

© BR/Uli Scherr

Eine Gedenktafel erinnert heute an die sechs Männer, die im April 1945 in Flossenbürg hingerichtet wurden.

Am 20. Juli 1944 hatte Oberst Stauffenberg in der Wolfschanze einen Bombenanschlag verübt, den Hitler überlebte.

In der Folge wurden mehr als 150 Mitwisser und Sympathisanten des Widerstands verhaftet. Während Staufenberg sofort hingerichtet wurde, kamen viele andere aus dem Umfeld des 20. Juli in Haft. Gegen Kriegsende wurden einige dieser Männer dann aus dem umkämpften Berlin und weg von der nahenden Front nach Flossenbürg verlegt.

Hingerichtet am 9. April 1945

Am 9. April 1945 wurden im Konzentrationslager Flossenbürg schließlich sechs Männer standgerichtlich zum Tode verurteilt und hingerichtet: Neben Dietrich Bonhoeffer waren dabei mit Wilhelm Canaris, dem Geheimdienstschef der Wehrmacht und Generalmajor Hans Oster zwei entscheidende Figuren aus dem Widerstandskreis. An die sechs Opfer erinnert heute eine Gedenktafel im ehemaligen Arrestbau auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte.