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Zuwanderer als gesellschaftlicher Jungbrunnen | BR24

© Reuters

Flüchtlingskind

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    Zuwanderer als gesellschaftlicher Jungbrunnen

    Durch Migration wird die deutsche Gesellschaft langsamer schrumpfen und altern. Ohne die Zuwanderung würde die Bevölkerungszahl 2030 auf rund 75,5 Millionen sinken. Das ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten Studie des ifo-Instituts Dresden.

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    Der Studie zufolge würde der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund auch ohne weitere Zuwanderung bis 2030 um knapp vier Prozent auf 24,4 Prozent wachsen; mit moderater Zuwanderung würde er auf fast 30 Prozent ansteigen. Da Migranten im Durchschnitt jünger sind als die restliche Bevölkerung und eine höhere Geburtenziffer aufweisen, tragen sie zudem zu einer Verjüngung der Gesellschaft bei.

    Migranten verdienen weniger

    Bei der Integration von Migranten auf dem Arbeitsmarkt herrscht Nachholbedarf. Zuwanderer verdienen laut der Studie deutlich weniger als Einheimische und haben eine andere Qualifikationsstruktur: "Menschen mit Migrationshintergrund haben zwar häufiger Abitur als die Einheimischen, jedoch hat ein größerer Anteil von ihnen auch keinen Schulabschluss", sagte Co-Autor Alexander Kemnitz bei der Vorstellung. Der Anteil von Ausländern an deutschen Universitäten hat sich allerdings deutlich erhöht: Er verdoppelte sich in den vergangenen 20 Jahren.

    Die meisten Zuwanderer aus der EU

    Der größte Zuzug nach Deutschland kommt aus der Europäischen Union: Im Jahr 2013 stammten 64 Prozent der Zugezogenen aus einem EU-Land. Weitere 13 Prozent sind aus anderen Teilen Europas eingewandert, 23 Prozent aus dem Rest der Welt. Die ifo-Studie wurde – vor den aktuell hohen Zuwanderungszahlen von Flüchtlingen – für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung fertiggestellt.