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Zeitungsbericht lässt Wirecard-Aktie einbrechen | BR24

© ARD/Ulla Herrrmann

Wirecard aus Aschheim bei München kommt nicht zur Ruhe. Erneut hat ein negativer Zeitungsartikel der Financial Times die Aktien auf Talfahrt geschickt. Sie brachen zeitweise um ein Viertel ein. Der Zahlungsdienstleister weist alle Vorwürfe zurück.

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Zeitungsbericht lässt Wirecard-Aktie einbrechen

Wirecard aus Aschheim bei München kommt nicht zur Ruhe. Erneut hat ein negativer Bericht der Financial Times die Aktien auf Talfahrt geschickt. Sie brachen zeitweise um ein Viertel ein. Der Zahlungsdienstleister weist alle Vorwürfe zurück.

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Anleger von Wirecard haben nach einem erneuten Bericht über angebliche Bilanzfälschungen bei dem Zahlungsanbieter die Flucht ergriffen. Die im Dax notierten Aktien brachen am Dienstag zeitweise um 23 Prozent ein und markierten ein Sechs-Monats-Tief von 107,80 Euro. Die Londoner Finanzzeitung Financial Times berichtete, der Konzern könnte Umsatz und Gewinn bei Auslandstöchtern in Dubai und Irland aufgebläht und womöglich die eigenen Wirtschaftsprüfer hinters Licht geführt haben.

Wirecard bezeichnet Vorwürfe als falsch

Eine Wirecard-Sprecherin wies den Bericht als "falsch und verleumderisch" zurück. Alle Zahlen des Konzerns seien im Rahmen des Konzernabschlusses geprüft. Der "Financial-Times"-Artikel sei eine Zusammenstellung von Vorwürfen, die Autor Dan McCrum schon zuvor in einer Serie diffamierender Artikel erhoben habe und die allesamt widerlegt seien.

Negative Berichte über Wirecard gab es schon öfter

Schon Anfang des Jahres hatten "FT"-Berichte über Bilanzunregelmäßigkeiten in Singapur die Wirecard-Aktie um die Hälfte einbrechen lassen. In Deutschland gehen Staatsanwaltschaft und die Finanzaufsicht Bafin dem Verdacht unerlaubter Marktmanipulation durch Spekulanten nach, die mit schlechten Nachrichten die Aktie unter Druck bringen und mit Leerverkäufen daran verdienen.

Wirecard schloss Luft- und Falschbuchungen aus

Das Unternehmen in Aschheim bei München hatte damals eingeräumt, dass einige Posten bei einer Tochter tatsächlich falsch verbucht wurden, allerdings in geringerem Umfang als von der Zeitung suggeriert. Systematische Luft- und Falschbuchungen schloss Wirecard aus.

Wirecard verdient sein Geld hauptsächlich mit der Abwicklung elektronischer Zahlungen an Ladenkassen, profitiert aber mit Risikoabsicherung und Händlerfinanzierung auch vom Online-Shopping.