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Zehn Jahre Arzt-Portal Jameda | BR24

© dpa/picture-alliance

Bewertungsportal Jameda

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    Zehn Jahre Arzt-Portal Jameda

    Einen Arzt im Internet zu suchen, ist für viele Patienten inzwischen völlig normal. Marktführer in diesem Bereich ist die kommerzielle Plattform Jameda. Das Unternehmen mit Sitz in München hat jetzt zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Von Nikolaus Nützel

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    Mehr als sechs Millionen Patienten gehen jeden Monat auf die Internet-Seite von Jameda, um sich über Ärzte zu informieren oder sie zu bewerten, so gibt es die Firma bekannt. Damit liegt Jameda weit vor anderen kommerziellen Konkurrenten wie Sanego und nicht-kommerziellen Anbietern. Deren Versuche in diesem Bereich ganz vorne zu sein, sind gescheitert. So werden die nicht auf Gewinn ausgerichteten Angebote wie die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit deutlich weniger genutzt als Jameda.

    Geschäftsmodell basiert auf Werbeeinnahmen

    Jameda ist die hundertprozentige Tochter des Medienkonzerns Burda, zu dem unter anderem die Zeitschriften Focus oder Bunte gehören. Sie erzielt ihre Umsätze vor allem damit, dass Ärzte gegen Geld Werbung schalten können. Viele Mediziner haben allerdings ein zwiespältiges Verhältnis zu Jameda.

    Gemischte Gefühle bei den Ärzten

    Der Plattform geht es in den Augen von Kritikern nicht darum, die besten Ärzte in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr sind viele Mediziner der Ansicht, dass Jameda einfach Geld verdienen will, indem Patienten die Möglichkeit bekommen, Ärzte mehr oder minder undifferenziert zu loben oder zu beschimpfen. Gleichzeitig hat sich in der Ärzteschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass Mediziner, die auf Suchportalen sichtbar sein wollen, an Jameda kaum vorbeikommen. Das Unternehmen selbst will sich in nächster Zeit auf zusätzliche Angebote wie etwa Online-Sprechstunden konzentrieren.