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Die meisten Gründerinnen und Gründer hatten bislang ein wichtiges Ziel: möglichst schnell wachsen und den Umsatz steigern. Doch der Trend zu sozialen Start-Ups nimmt zu und diese sind strukturell ganz anders aufgebaut als konventionelle Unternehmen.

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Zebra-Unternehmen: Gründerszene wird immer sozialer

Die meisten Gründerinnen und Gründer hatten bislang ein wichtiges Ziel: möglichst schnell wachsen und den Umsatz steigern. Doch der Trend zu sozialen Start-Ups nimmt zu. Diese sind strukturell ganz anders aufgebaut als konventionelle Unternehmen.

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Von
  • Johannes Lenz

Was kann mein Unternehmen der Gesellschaft zurückgeben? Diese Frage stellen sich immer mehr Gründerinnen und Gründer und wollen sogenannte Zebras werden. Ein Zebra ist ein Unternehmen, das nicht schwarz oder weiß denkt, sondern finanzielle und soziale Ziele verbindet. Oft sind sie zweigeteilt in eine GmbH und in einen Verein - und ihre Gewinne werden sozial reinvestiert.

Jelena Spanol forscht an der Munich School of Management in München zu deren Motivation. "Wir sehen, dass Gründerinnen und Gründer persönlich motiviert sind, die Welt durch ihre unternehmerischen Aktivitäten zu verbessern", sagt die Professorin. Die Generationen, die jetzt neu gründen, würden vermehrt auf das Zebra-Modell, also auf diese hybriden Logiken setzen.

Zebras: US-Trend kommt nach Bayern

Zebras sind in den USA entstanden, als Gegenbewegung zu rein gewinnorientierten Milliarden-Unternehmen, die von Investoren gejagt werden. Heute sind sie auf alle Branchen verteilt, auch in Bayern. So vermittelt die Zeitarbeitsfirma "SocialBee" aus München zum Beispiel Geflüchtete an Betriebe. Die Gewinne investiert "SocialBee" in die Rundum-Betreuung der Menschen, damit eine Integration beruflich und privat gelingt.

Die Biermarke "Quartiermeister" aus Berlin wiederum steckt einen Teil des Kaufpreises in einen Fördertopf und finanziert damit soziale Projekte aus der Region. Die Geschäftsmodelle sind sehr unterschiedlich, doch sie haben ein gemeinsames Ziel: Konsum nachhaltiger zu machen und ihn mit einem guten Zweck verbinden.

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