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Zahlreiche Real-Supermärkte werden bestreikt | BR24

© pa/dpa/Erich Häfele

Real-Supermarkt in Memmingen

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Zahlreiche Real-Supermärkte werden bestreikt

Der Metro-Konzern will die Supermarktkette Real verkaufen. Auch deshalb ruft die Gewerkschaft Verdi heute bundesweit zu Streiks auf. In Bayern sind Filialen in Würzburg, Hallstadt, Passau, Nürnberg und in der Oberpfalz betroffen.

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Auch Beschäftigte von Real in Bayern sind heute mit vier Bussen unterwegs. Ihr Ziel: Die Zentrale des Handelsriesen Metro in Düsseldorf. Dort wollen sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern dagegen protestieren, dass die Supermarktkette sich aus dem Flächentarif des Einzelhandels verabschiedet hat. Neue Kräfte werden nach einem für Real günstigeren Vertrag bezahlt.

Furcht vor Entlassungen

Geringere Einkommen müssen aber auch die seit Jahren beschäftigten Verkäuferinnen, Kassierer oder Lagerkräfte fürchten. Denn wenn Real verkauft wird, könnte der neue Eigentümer die Konditionen ändern und es könnten Filialen geschlossen und Mitarbeiter entlassen werden.

Der Handelsriese Metro verteidigt seinen Schritt: Auch andere Supermärkte bezahlen nicht nach Flächentarif und punkten damit im harten Wettbewerb der Branche. Real könne hier nicht mithalten.

Unterstützung vom Bundesarbeitsminister

Die Argumente wollen die bundesweit 34.000 Beschäftigten nicht einsehen. Die Gewerkschaft Verdi fordert Löhne, die die Existenz sichern. Und wenn schon Verkauf, dann an jemanden, der Standorte und Arbeitsplätze erhält. Forderungen, die die Streikenden heute vor der Zentrale in Düsseldorf dem Management persönlich zu Gehör bringen wollen – unterstützt von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Dieser ist als Gastredner zur Kundgebung am Mittag geladen.