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Zahlreiche Bankkunden müssen mehr fürs Girokonto bezahlen | BR24

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Immer mehr Banken und Sparkassen in Deutschland erhöhen ihre Preise für Girokonten. Die Zinsen der Europäischen Zentralbank sind niedrig und dürften weiter niedrig bleiben. Deswegen versuchen die Banken auf anderen Wegen Geld zu verdienen.

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Zahlreiche Bankkunden müssen mehr fürs Girokonto bezahlen

Immer mehr Banken und Sparkassen in Deutschland erhöhen ihre Preise für Girokonten. Die Zinsen der Europäischen Zentralbank sind niedrig und dürften weiter niedrig bleiben. Deswegen versuchen die Banken auf anderen Wegen Geld zu verdienen.

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Das klassische Basiskonto hat im vergangenen Dezember durchschnittlich fast drei Prozent mehr gekostet als vor einem Jahr. Bei den so genannten Premiumkonten - immerhin meist mit unbegrenztem Buchungen und Abhebungen sowie einer kostenlosen Girocard - sind die Kosten aber um durchschnittlich fast acht Prozent gestiegen. Das hat eine Analyse des Verbraucherportals Biallo.de für die Süddeutsche Zeitung ergeben.

Kontogebühren steigen vor allem auf dem Land

Im Januar dieses Jahres haben 188 von 1.276 untersuchten Geldinstituten ihre Gebühren für diese Konten angehoben. Das seien so viele wie noch nie in einem Monat. Dabei fällt auch auf, dass es vor allem auf dem Land oder in kleineren Städten teurer wurde. Vermutlich, weil dort der Konkurrenzkampf nicht so groß ist.

Bei fast 100 Banken kostenloses Girokonto möglich

Einen kleinen Lichtblick gibt es dennoch: Nach Angaben des Verbraucherportals erheben fast 40 Banken bei Privatkonten bislang keine Gebühren. Außerdem gebe es gut 60 Geldhäuser, die unter Bedingungen, wie etwa monatlichen Geldeingängen, keine Monatspauschale einziehen.

Bundesbank: Kein Ende der Niedrigzinsen in Sicht

Die Frage ist aber, wie lange das noch so bleibt. Bundesbankpräsident Jens Weidmann erwartet laut der Badischen Zeitung kein rasches Ende der ultratiefen Zinsen im Euroraum.

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