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Zahl der Arbeitslosen in Bayern leicht gesunken | BR24

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Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im November leicht gesunken. Zum ersten Mal seit dem vergangenen Juni liegt die Zahl der arbeitslosen Menschen im Freistaat wieder unter 200.000. Probleme gibt's bei den Zeitarbeitern.

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Zahl der Arbeitslosen in Bayern leicht gesunken

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im November leicht gesunken. Zum ersten Mal seit dem vergangenen Juni liegt die Zahl der arbeitslosen Menschen im Freistaat wieder unter 200.000. Probleme gibt's bei den Zeitarbeitern.

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"Wir haben zweifelsfrei einen starken Arbeitsmarkt in Bayern", sagt der stellvertretende Chef der bayerischen Arbeitsagenturen Klaus Beier. Die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat ist im November leicht um 1.366 auf 199.150 gesunken. Zum ersten Mal seit dem vergangenen Juni liegt die Zahl der arbeitslosen Menschen im Freistaat wieder unter 200.000. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat konstant bei 2,7 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahr veränderte sich die Quote nicht.

Viele Entlassungen in der Metallindustrie

Allerdings gibt es zwei verschiedene Entwicklungen, so der Vize-Chef der bayerischen Agenturen, Klaus Beier. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sei die Arbeitslosigkeit zuletzt deutlich angestiegen. Das bedeutet, dass Menschen direkt von einer Arbeitsstelle in die Arbeitslosigkeit rutschen. Vor allem die Automobilindustrie, aber auch der Anlagen- und Maschinenbau, entließen wegen der schwächeren Weltkonjunktur Mitarbeiter oder stellten keine neuen ein. Das trifft laut Beier vor allem die Zeitarbeitnehmer.

Bessere Chancen für Langzeitarbeitslose

Auf der anderen Seite gelinge es immer besser, langzeitarbeitslose Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Die vielen Maßnahmen zur Qualifizierung und Weiterbildung zahlten sich aus, sagt der stellvertretende Chef der bayerischen Arbeitsagenturen. Außerdem gebe es in Bayern auch starke konjunktur-unabhängige Branchen, die weiter nach Arbeitskräften suchten. Beier nannte vor allem das Gesundheitswesen, den Bereich Bildung und das Baugewerbe.

Regionale Unterschiede im Freistaat

Die niedrigste Arbeitslosenquote weist im August der Landkreis Eichstätt auf mit 1,3 Prozent, Schlusslicht ist die Stadt Schweinfurt mit einer Quote von 5,9 Prozent.

Inoffizielle Arbeitslosenzahl deutlich höher

Neben der offiziellen Arbeitslosenzahl weist die Bundesagentur auch die sogenannte Unterbeschäftigung aus. Diese umfasst auch die Zahl der Menschen, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden oder im Moment krank sind. Die Zahl der Unterbeschäftigung liegt in Bayern im November bei 292.424. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Unterbeschäftigung stärker gestiegen als die Zahl der Arbeitslosen (plus 1,8 Prozent gegenüber 1,1 Prozent).