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Zahl der Ärzte steigt weiter – Ärztekammer sieht dennoch Mangel | BR24

© BR / Nikolaus Nützel

Zahl der Ärzte steigt weiter – Ärztekammer sieht dennoch Mangel

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Zahl der Ärzte steigt weiter – Ärztekammer sieht dennoch Mangel

Obwohl es immer mehr Mediziner gibt, befürchtet die Bundesärztekammer Lücken bei der ärztlichen Versorgung. Immer häufig wird in Teilzeit gearbeitet. Auch 60-Stunden-Wochen sind mittlerweile wohl ziemlich unbeliebt.

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Der Arztberuf ist weiter ausgesprochen beliebt bei jungen Akademikern: Die Zahl der aktiven Medizinerinnen und Mediziner ist im vergangenen Jahr erneut auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Die Bundesärztekammer erwartet dennoch, dass das für eine flächendeckende medizinische Versorgung nicht ausreicht – aus verschiedenen Gründen.

Zahl der Ärzte steigt auf über 400.000

Um knapp zweieinhalb Prozent ist die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland im vergangenen Jahr gestiegen – damit hatte der Zuwachs das gleiche Tempo wie in den Vorjahren. Innerhalb von zehn Jahren summiert sich der Anstieg auf gut 23 Prozent - auf mehr als 402.000 Mediziner.

Ärzte arbeiten immer häufiger in Teilzeit

Dennoch warnt die Bundesärztekammer weiter vor Problemen in der Versorgung. Denn es gibt immer mehr Teilzeitstellen. Und auch die Ärztinnen und Ärzte, die Vollzeit arbeiten, halten oft nichts mehr davon, 50 oder 60 Stunden in der Woche am Arbeitsplatz zu verbringen – so wie es bei früheren Ärztegenerationen oft üblich war.

Vor allem Frauen arbeiten oft in Teilzeit – ihr Anteil an der Ärzteschaft nähert sich dabei mittlerweile der 50-Prozent-Schwelle. Gleichzeitig stehe eine Pensionierungswelle bevor, warnt die Bundesärztekammer: Ein Fünftel der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte hat den 60. Geburtstag schon hinter sich.

Immer mehr Mediziner aus dem Ausland

Um Nachwuchsprobleme zu bewältigen, setzen viele Kliniken und Praxisinhaber auf Kollegen aus dem Ausland: ihre Zahl hat sich innerhalb eines Jahrzehnts verdreifacht. Etwa einer von sieben Ärzten in Deutschland hat keinen deutschen Pass. Die größte Gruppe kommt dabei aus Rumänien, gefolgt von Syrien, Griechenland, Russland und Österreich.

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