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Worum es im Tarifkonflikt bei der MVG geht | BR24

© BR/Birgit Harprath

Der Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG hat viele U-Bahn-, Tram- und Buslinien stark eingeschränkt. Grund für den Tarifkonflikt ist die Frage, warum Fahrer in München weniger verdienen als in anderen bayerischen Städten.

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Worum es im Tarifkonflikt bei der MVG geht

Der Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG hat viele U-Bahn-, Tram- und Buslinien stark eingeschränkt. Grund für den Tarifkonflikt ist die Frage, warum Fahrer in München weniger verdienen als in anderen bayerischen Städten.

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Nur noch 16 bayerische Kommunen in Bayern setzen eigenes Personal im öffentlichen Nahverkehr ein – im Rest Bayerns sind private Anbietern unterwegs. Bezahlt werden die Beschäftigten in diesen Kommunen nach dem sogenannten TV N, dem Tarifvertrag Nahverkehr im öffentlichen Dienst. München aber bildet da die Ausnahme.

Um zu sparen, wollte die Stadt 2011 den Bereich auslagern. Die Gewerkschaft Verdi protestierte. Der Kompromiss: Neue Kräfte werden seitdem bei der Münchner Verkehrsgesellschaft eingestellt – zu schlechteren Konditionen.

Mehrzahl der Mitarbeiter hat schlechteren Vertrag

Laut Verdi gibt es für sie rund 120 Euro weniger im Monat, eine schlechtere Altersversorgung und weniger Weihnachts- und Urlaubsgeld. Das trifft inzwischen rund 1300 Mitarbeiter – nur etwa 500 dagegen fallen noch unter den besseren TV N. Die Lücke will Verdi schließen und hat dabei auch den zunehmenden Stress im städtischen Verkehr und den Personalmangel im Blick. Fahrerinnen oder Fahrer werden dringend gesucht.

Neue Verhandlungen bereits am Mittwoch

200 Euro mehr im Monat fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern. Die Münchner Verkehrsgesellschaft wiederum kritisiert die Aktionen als übertrieben. Sie habe Lohnerhöhungen um einen zweistelligen Prozentbetrag in Aussicht gestellt – allerdings in mehreren Schritten bis Mai 2021. Weiter verhandelt wird bereits am Mittwoch.

Trotz Streiks waren am Dienstag rund die Hälfte der Buslinien unterwegs, die auch in München von privaten Unternehmen betrieben werden. Für deren Kräfte gilt wieder ein anderer Tarifvertrag: der des privaten Omnibusgewerbes. Der liegt noch weiter unter dem Niveau des TV N.