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Wohnwagen bislang kaum für Elektromobilität geeignet

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Wohnwagenbranche von Elektromobilität betroffen

Die Verschärfung der Flottengrenzwerte bei Autos, wie von der EU-Kommission beschlossen, trifft auch die Hersteller von Wohnwagen. Der Caravan-Boom könnte schnell zu Ende gehen, denn diese sind kaum geeignet, um Wohnwagen zu ziehen.

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Von
  • Gabriel Wirth

Man sei sehr zuversichtlich, dass technische Lösungen gefunden werden, heißt es beim Caravaning Industrie Verband CIVD auf Anfrage. Denn zum jetzigen Zeitpunkt bieten einige Autohersteller ihre Elektromodelle zwar schon mit Anhängerkupplungen an, allerdings sind diese in erster Linie für Fahrradträger gedacht.

Bislang große Reichweitenverluste

Es gibt nur wenige Modelle – große, schwere und vor allem sehr teure SUVs, wie der Audi Etron - bei denen es überhaupt erlaubt ist, einen Wohnwagen dranzuhängen. Doch die meisten werden diese Möglichkeit wohl kaum nutzen, denn für weite Urlaubsfahrten wäre dann sehr viel Geduld nötig. Denn mit einem Caravan sinkt die Reichweite dieser Elektro-SUVs rapide, wie Tests gezeigt haben.

Leichtbau und Eigenantrieb als Lösung ?

Der Hersteller Fendt Caravan setzt auf die nächste Generation von Elektroautos und will zudem bei Wohnwagen Gewicht einsparen. Aktuell wiegt ein Caravan des bayerischen Herstellers im Durchschnitt 1.300 bis 1.400 Kilo, ohne Gepäck. Neben Leichtbau setzt die Branche zudem auf elektrische Antriebe von Wohnwagen. Dadurch werde der Energieverbrauch des Zugfahrzeugs verringert, die Reichweiten vergrößert, sowie deren geringere Anhängelasten kompensiert, so der Branchenverband CIVD. Verschiedene Hersteller wie Detleffs forschen bereits intensiv an entsprechenden Lösungen, günstiger wird Campen dadurch aber sicher nicht.