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Fertiggestellte Wohnhäuser auf einer Baustelle
© Alexander Krauß / BR

Autoren

Felix Lincke
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Fertiggestellte Wohnhäuser auf einer Baustelle

400.000 Neubauwohnungen im Jahr fordert der Bundesverband der deutschen Wohnungswirtschaft GdW seit Jahren, zurzeit sind es bundeweit rund 350.000. Ihre eigenen Bestände haben die ehemals gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften kaum erhöht. Auch sie hätten die günstige Zinsen dazu nutzen können und damit Werte geschaffen; denn die Preise steigen seit 2009. Die Eintrittshürde für den Eigenerwerb ist damit drastisch gestiegen.

Harter Kampf um Mietwohnungen

Die Zahl der Ersterwerber, die in den Immobilienmarkt einsteigen, geht drastisch zurück, vor allem bei den Jüngeren unter 40 Jahren, denen das Startkapital fehlt. Wer auf Mietwohnungen angewiesen bleibt, muss in den Städten mit einem immer härter umkämpften Angebot rechnen. Auf die Bedürfnisse der Mieter wird dabei wenig Rücksicht genommen, auch nicht bei der Planung. Seit den 60er Jahren haben sich Wohnungstypen kaum verändert, die sich an einer Standard-Familie mit zwei Kindern orientieren. Inzwischen gäbe es flexiblere Grundrisse, die sich besser an unterschiedliche Lebenslagen und Bedürfnisse anpassen ließen.

Autoren

Felix Lincke

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse vom 14.11.2018 - 06:40 Uhr