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Wirtschaft zufrieden mit Hightech-Agenda der Staatsregierung | BR24

© BR/Karsten Böhne

Künstliche Intelligenz, Automobilindustrie, Mittelstand. Vom milliardenschweren Investitionsprogram der Staatsregierung profitiert auch die bayerische Wirtschaft. Die erkennt hier "viele richtige Akzente".

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Wirtschaft zufrieden mit Hightech-Agenda der Staatsregierung

Künstliche Intelligenz, Automobilindustrie, Mittelstand. Vom milliardenschweren Investitionsprogram der Staatsregierung profitiert auch die bayerische Wirtschaft. Die erkennt hier "viele richtige Akzente".

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Insgesamt nimmt die Bayerische Staatsregierung in den kommenden Jahren zwei Milliarden Euro in die Hände. Man zünde den Forschungsturbo, damit Bayern auch in zehn Jahren in der Champions League mitspielen kann, so Ministerpräsident Markus Söder.

Bayern soll wettbewerbsfähig bleiben

Von dieser Technologieoffensive profitiert auch die bayerische Wirtschaft. Allein 600 Millionen Euro fließen in Künstliche Intelligenz und ein so genanntes SuperTech-Programm, mit dem zum Beispiel Forschungseinrichtungen im Bereich Luft- und Raumfahrt gefördert werden sollen.

"Das gibt uns beste Voraussetzungen für die erfolgreiche Transformation ganzer Wirtschaftszweige durch die Zukunftstrends wie Industrie 4.0, Robotik und E-Mobilität." Manfred Gößl, IHK für München und Oberbayern

Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft steht hinter der Highttech-Agenda der Staatsregierung. Sie leiste einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Bayern.

Bayerische Wirtschaft setzt auf Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) wird für die Unternehmen immer wichtiger, um Abläufe in der Produktion effizienter zu gestalten, zum Beispiel in der Autoindustrie. Laut Regierungserklärung soll es an der Technischen Hochschule Ingolstadt eine KI-Mobilitätsoffensive geben, um dort die KI-gestützte Automobilproduktion sowie autonomes Fahren und unbemanntes Fliegen zu erforschen.

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft begrüßt es, dass die Staatsregierung im Bereich Künstliche Intelligenz einen Schwerpunkt legt. KI spiele eine entscheidende Rolle in der digitalen Transformation, die gerade für die starke Automobil- und Zulieferindustrie in Bayern eine zentrale Aufgabe sei.

"Die KI ist die Dampfmaschine der neuen digitalen Welt." Markus Söder, CSU, Bayerischer Ministerpräsident

Mangel an IT-Experten soll gedämpft werden

Nach Angaben der Bayerischen Wirtschaft fehlen den Unternehmen 50.000 IT-Experten. Die Folge: Aufträge müssen abgesagt werden, Arbeitsplätze wandern ins Ausland ab. Nun möchte die Staatsregierung an den Hochschulen Informatik als Fach stärken und 5.000 Studienplätze für Informatik schaffen, etwa in Passau, Augsburg, Bamberg, Hof oder Kronach.

© dpa-Bildfunk/Hendrik Schmidt

Ein Funkmast mit Modulen für die neue Mobilfunk-Generation 5G.

50 Millionen Euro für den Ausbau des Mobilfunkes

Außerdem will die Regierung 50 Millionen Euro investieren, um den Mobilfunk in Bayern auszubauen und die weißen Flecken auf der Landkarte zu beseitigen. Viele Firmen im ländlichen Raum sind hier auf eine gute Versorgung angewiesen. Manfred Gößl von der IHK für München und Oberbayern befürwortet den Ausbau des Mobilfunknetzes. Auch bei der Breitbandversorgung sei der Ausbaubedarf nach wie vor sehr groß.

Mittelstand in Bayern wird gestärkt

Zudem startet die Staatsregierung eine Mittelstandsoffensive. Mit 400 Millionen Euro sollen kleine und mittlere Firmen unterstützt werden. 230 Millionen Euro davon fließen in einen Digitalfonds, der Firmen helfen soll, in digitale Innovationen zu investieren. Der Digitalbonus Bayern wird wieder auf 60 Millionen Euro jährlich aufgestockt, was die IHK besonders befürwortet. Die bayerischen IHKs hätten sich wiederholt dafür ausgesprochen, dass der Digitalbonus fortgesetzt und aufgestockt wird, heißt es von der IHK für München und Oberbayern.

Dazu kommt ein Startup-Fonds mit 50 Millionen Euro, mit dem neue Unternehmen gefördert werden. Das Geld soll Startups auch helfen, wenn sie nach der erfolgreichen Unternehmensgründung im zweiten Schritt Geld benötigen.

Hilfe für die kriselnde Autoindustrie

120 Millionen Euro fließen in einen Automobilfonds. Dazu gehören unter anderem 7.000 Ladesäulen für die E-Mobilität und die Förderung von Leichtbau-Technik. Außerdem sollen bis zu 50.000 Arbeitnehmer aus der Automobilbranche weitergebildet werden. Die Autoindustrie befindet sich in einer schwierigen Lage. Wegen des Umbaus zur Elektromobilität, der Dieselkrise und einer schwächeren Konjunktur stehen hier viele Arbeitsplätze auf der Kippe. Das klare Signal für den Automobilstandort Bayern sei wichtig, heißt es bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Der Automobilfonds für Themen wie Qualifizierung, Technologieprojekte und Ladeinfrastruktur entspreche dem, was man im Rahmen des "Zukunftsforums Automobil" eingefordert habe.

Die Automobilindustrie wird auch durch ein Batterienetzwerk gestärkt, das aus Einrichtungen in Bayreuth, München, Augsburg und Würzburg besteht. Ziel ist es, klimafreundliche und leistungsfähigere Batterien für E-Autos zu entwickeln.