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Wie geht es weiter für die Beschäftigten von Wirecard? | BR24

© BR/Birgit Harprath

Rund 5.800 Mitarbeiter sind von der Wirecard-Insolvenz betroffen. Was passiert jetzt mit ihnen?

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Wie geht es weiter für die Beschäftigten von Wirecard?

Die Insolvenz des Zahlungsdienstleisters Wirecard sorgt die Bundesregierung und die Aktionäre. Der Kurs des Unternehmens rutschte gestern ab, als die Nachricht vom Insolvenzantrag kam. Vor allem aber sorgt es die weltweit rund 5.800 Mitarbeiter.

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Wer für ein Fin-Tech-Unternehmen arbeitet, der sucht keinen Bürojob von neun bis 17 Uhr. Der will kreativ tätig sein, sich im Team austauschen, Ideen entwickeln. Auf die Idee, einen Betriebsrat zu wählen, kommen die meist jungen IT-Kräfte selten. Das musste auch die Gewerkschaft Verdi erfahren.

Kein Betriebsrat bei Wirecard

Bei Wirecard in Aschheim mit rund 1.500 Mitarbeitern gibt es keinen Betriebsrat. Der Versuch, einen dafür nötigen Wahlvorstand einzusetzen, scheiterte trotz mehrmaliger Anläufe. Dabei bestimmt das Gesetz eindeutig, dass in den Firmen mit entsprechender Größe Betriebsräte gewählt werden – es ist also keine "Kann-Bestimmung".

Bei Wirecard scheiterte die Wahl laut Verdi nicht wie in vielen anderen Unternehmen am Management. Es waren die Beschäftigten selber, die kein Interesse hatten. Das könnte sich jetzt als Nachteil herausstellen.

Beschäftige müssen für sich selber sprechen

Denn wenn es zu betriebsbedingten Kündigungen kommt, dann fehlt auf Seite der Beschäftigten ein Gremium, dass mit der Unternehmensleitung oder dem Insolvenzverwalter für alle etwas aushandelt - einen Interessensausgleich oder einen Sozialplan zum Beispiel. Jeder muss dann für sich sprechen. Noch ist aber nicht klar, was auf die Mitarbeiter jetzt nach dem Insolvenzantrag zukommt.

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