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Wirecard und mögliche Corona-Betrügereien | BR24

© Margit Siller/BR

Wirecard AG: Betrugsvorwürfe

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Wirecard und mögliche Corona-Betrügereien

Die Verwertung von Wirecard-Unternehmensteilen kommt voran. Der Rechtsanwalt Michael Jaffé ist zuversichtlich, das Kerngeschäft im November verkaufen zu können. Unterdessen gibt es Hinweise auf mögliche Betrügereien um Corona-Soforthilfen.

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Das Image von Wirecard war schon arg ramponiert, als es im Frühling darum ging, die Anträge auf Corona-Soforthilfe in Bayern zu bearbeiten. Die wurden zunächst nämlich noch handschriftlich ausgefüllt und per Post verschickt. Zwischen Mitte April und Anfang Mai wurden dann gut 6.000 dieser Soforthilfe-Anträge durch Wirecard digitalisiert, als unentgeltliche "Hilfestellung". Dies geht aus einer Stellungnahme des Bayerischen Wirtschaftsministeriums hervor, auf eine Anfrage des finanzpolitischen Sprechers Der GRÜNEN im Bayerischen Landtag, Tim Pargent.

Bislang nur ein Verdacht: Corona-Beihilfen für Dritte abgezweigt

Später kam der Verdacht auf, dass über sogenannte virtuelle IBAN-Verbindungen mit Hilfe der Wirecard Bank Geld auf Auslandskonten transferiert werden sollte. Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft ermittelten. Rund 20 Anträge wurden inzwischen geprüft, bewilligt und ausbezahlt. In 30 Fällen werde noch ermittelt. Wer sich auf diese Weise wie viel Staatshilfe erschlichen haben könnte, ist nicht bekannt. Die bayerischen GRÜNEN hatten schon zuvor kritisiert, dass Wirecard seine Dienstleistung ohne finanzielle Gegenleistung für das Wirtschaftsministerium erbracht hatte.