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Will Audi-Management eine Schicht in Ingolstadt streichen? | BR24

© dpa-Bildfunk/Stefan Puchner

Eine Ampel leuchtet vor der Konzernzentrale des Autoherstellers Audi rot.

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    Will Audi-Management eine Schicht in Ingolstadt streichen?

    Will das Audi-Management ab März eine Nachtschicht am Standort Ingolstadt streichen? Das berichten Vertreter der Arbeitnehmerseite dem Bayerischen Rundfunk. Entsprechende Überlegungen der Arbeitgeberseite seien beim Betriebsrat eingegangen.

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    Betroffen von den Streichungen wäre vorläufig eine Nachschicht. Verhandlungen mit dem Betriebsrat über mögliche Schicht-Streichungen haben noch nicht stattgefunden.

    Die Arbeitnehmerseite steht den angedachten Streichungen ablehnend gegenüber. Sie hält die Anträge des Managements "nicht für belastbar", schließlich wolle das Management zumindest im März gleichzeitig auch Zusatzschichten fahren. Diese widersprüchlichen Wünsche des Managements stoßen im Betriebsrat auf Unverständnis.

    Audi bestätigt Pläne für Schichtstreichungen nicht

    Unternehmenssprecher Jörgen Cordshagen wollte den Antrag auf Schichtstreichungen nicht bestätigen. Das Management diskutiere "Monat für Monat mit dem Betriebsrat die Fahrweise in der Produktion".

    Wie viele der 18.000 Audianer in der Produktion von möglichen Streichungen betroffen wären, lasse sich derzeit nicht beziffern. Die Zahl läge "vermutlich unter 1.000, im dreistelligen Bereich", so ein Vertreter der Arbeitnehmerseite.

    WLTP-Probleme und rückläufige Produktion

    Hintergrund für den Zickzack-Kurs bei den Schichten sind die anhaltenden WLTP-Probleme und die niedrigen Absatzzahlen. Nach internen Berechnungen hat Audi am Standort Ingolstadt im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit vielen Jahren weniger als eine halbe Million Autos produziert (492.000). Die Produktionsprognose für das laufende Jahr liegt noch einmal deutlich darunter. Nach Angaben der IG Metall liegt die Produktionsprognose für das laufende Jahr nun bei 441.000 Fahrzeugen.

    Schichtstreichung 2018 scheiterte am Betriebsrat

    Schon im vergangenen Jahr hatte das Audi-Management Schichten streichen wollen und damit für böses Blut bei den Arbeitnehmervertretern gesorgt. Im Oktober kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat. Damals hatte das Management ohne Absprache mit dem Betriebsrat Pläne für eine mögliche Schichtstreichung an der A4/A5-Linie an die Belegschaft kommuniziert. Diese Schichtstreichung scheiterte am massiven Widerstand des Betriebsrates.