BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Monika Stiehl
Bildrechte: Daniel Karmann - dpa-Bildfunk

Das Zahlen ohne Bargeld ist immer beliebter, doch gerade hierfür fallen bei Girokonten teilweise Gebühren an

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Wie viel ein Girokonto kosten darf

Bargeldlos zu bezahlen, hat in der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen. Viele Kunden meiden Scheine und Münzen. Doch das Bezahlen mit Karte kann ins Geld gehen, zeigt die aktuelle Untersuchung der Zeitschrift Finanztest.

Per Mail sharen
Von
  • Monika Stiehl
  • Lukas Graw

Fast 300 verschiedene Kontomodelle bei 125 Banken in Deutschland hat die Zeitschrift Finanztest analysiert. Dabei fanden die Finanzexperten der Stiftung Warentest 55 Modelle, bei denen für Kundinnen und Kunden jedes Mal eine kleine Gebühr anfällt, wenn sie mit der Girocard zahlen.

Kein neues Phänomen, aber jetzt erst fällt es mehr Menschen auf

Diese Kontomodelle habe es natürlich schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie gegeben, erklären die Finanzexperten. Da seien sie jedoch kaum aufgefallen. Schließlich hätten damals noch deutlich mehr Menschen überwiegend oder sogar ausschließlich mit Bargeld gezahlt. Doch seit Corona empfehlen viele Geschäfte ausdrücklich die Zahlung ohne Bargeld, da geht eine kleine Gebühr pro Zahlungsvorgang schnell ins Geld.

Viele Girokonten sind unter gewissen Voraussetzungen gebührenfrei

Die Analyse zeigt aber auch: Einige Banken verzichten völlig auf Gebühren, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Zwanzig Angebote haben zum Beispiel die Voraussetzung, dass Kundinnen und Kunden auf den Besuch von Filialen verzichten und ihre Bankgeschäfte online erledigen. Andere Banken erfordern zusätzlich einen Mindestumsatz auf dem Konto, eine monatliche Mindestmenge an Geld, die etwa als Gehalt, Rente oder staatliche Zuwendung auf dem Konto landet. Elf dieser Onlineangebote sind allerdings tatsächlich ohne zusätzliche Bedingungen gratis und neun davon lassen sich auch bundesweit abschließen.

Persönliche Betreuung sollte nicht mehr als 60 Euro kosten

Wer aber beispielsweise auf den persönlichen Service am Filialschalter nicht verzichten möchte oder kann, der wird um eine kleine Gebühr nicht herumkommen, sagen die Finanzexperten. Sie raten: Mehr als 60 Euro im Jahr inklusive EC-Karte sollte ein solches Girokonto aber nicht kosten. Wer mehr zahlen muss, solle über einen Bankwechsel nachdenken oder sich bei der eigenen Bank nach günstigeren Modellen erkundigen.

Allgemein sei es ratsam, sich das eigene Kontomodell regelmäßig ganz genau anzuschauen. Hier hilft eine Entgeltaufstellung, die die Bank ihren Kunden einmal im Jahr kostenlos zur Verfügung stellen muss.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!