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Wie entscheidet die EZB? | BR24

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Wie entscheidet die EZB?

Herr über die Europäische Zentralbank EZB ist der Italiener Mario Draghi. Notenbanker wie er haben viel Macht über die Wirtschaft. Ihre Zins-Entscheidungen beeinflussen das Schicksal ganzer Länder. Doch wie entstehen sie? Von Reinhard Weber

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Einfluss auf die EZB-Entscheidungen hat der Stab von Mario Draghi, eine Mannschaft von Volkswirten und Analytikern. Sie verfolgen die wirtschaftliche Lage in den 19 Mitgliedstaaten der Eurozone. Ihr besonderes Augenmerk gilt der Entwicklung der Inflation. Mario Draghi sähe diese gerne bei knapp 2 %.

Wer trifft die Entscheidungen?

Oberstes Beschluss-Gremium ist formal der EZB-Rat. Er hat auch in der Praxis die meiste Macht. Und sein Vorsitzender ist Mario Draghi. Der Rat tagt in der Regel zweimal im Monat im EZB-Hochhaus in Frankfurt. Aber nur bei einem Termin werden geldpolitische Beschlüsse gefasst zu Zinsänderung und Anleihekäufen.

Wie stimmt der EZB-Rat ab?

Neben den Direktoren gibt es 19 Vertreter der jeweiligen nationalen Notenbanken. Aber nur 15 Stimmrechte und die rotieren monatlich nach einem bestimmten Schlüssel. Die fünf großen Länder Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Niederlande haben 4 Stimmrechte, die 14 kleinen Länder haben 11. Folge der Rotation: das oftmals gegenüber Mario Draghis Entscheidungen kritisch eingestellte Deutschland ist nicht bei jeder Abstimmung dabei. Wie die Entscheidungen der EZB ausfallen, hängt also auch ein wenig davon ab, wann mit welchen Ratsmitgliedern entschieden wird.