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Wirtschaft

Wenn Online-Händler Kunden unter Druck setzen | BR24

© BR / dpa-Bildfunk Sebastian Gollnow

"Pressure Selling": Verbraucher fühlen sich von Online-Händlern unter Druck gesetzt.

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    Wenn Online-Händler Kunden unter Druck setzen

    Viele Anbieter im Internet versuchen, ihre Kunden zum Kauf zu animieren. Das führt laut einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Bayern oft zu unüberlegten Kaufentscheidungen.

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    Fast 40 Prozent der Verbraucher haben sich durch sogenanntes „Pressure Selling“ beim Bestellen schon einmal unter Druck gesetzt gefühlt. Das zeigt eine Umfrage der bayerischen Verbraucherschützer. Dabei wird auch immer wieder suggeriert, dass es das gewünschte Produkt, die ausgesuchte Reise oder die Karte für das Konzert der Lieblingsband nicht mehr lange gibt oder das Angebot begrenzt ist. Durch zeitlich oder mengenmäßig limitierte Angebote werden Kunden zum schnellen Kauf verführt, ohne sich zuvor sorgfältig über Angebote und Anbieter oder Preise zu informieren. Und das hat Folgen für den Käufer, sagt Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern:

    "Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass er viel zu viel zahlt, ungünstigere Konditionen hat oder gerade bei Konzertveranstaltungen kriegen wir es auch immer wieder mit, dass er Tickets bestellt, die personalisiert sind oder noch gar nicht existieren."

    Die Juristin rät, sich von solchen Methoden keinesfalls hetzen zu lassen. Man solle in Ruhe auf anderen Portalen oder beim Anbieter selbst schauen, wie viele Angebote es da noch gibt und die Preise vergleichen. Denn es gebe Indizien dafür, dass einige schwarze Schafe auch Falschangaben machten, so Tatjana Halm.

    "Wir fordern hier durchaus gesetzliche Anpassungen, dass das untersagt gehört, weil hier natürlich der Verbraucher durchaus manipuliert wird und Entscheidungen trifft, die er sonst nicht treffen würde."

    Plattformbetreiber handeln wettbewerbswidrig, wenn sie die Verbraucher über das verfügbare Angebot täuschen, so die Verbraucherschützer. Daher sei nun der Gesetzgeber gefragt.