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Weltgrößte Mobilfunkmesse MWC wegen Coronavirus abgesagt | BR24

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In Barcelona fällt in diesem Jahr der Mobile World Congress aus. Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hatten bereits zuvor einige Konzerne ihre Teilnahme abgesagt. Für Barcelona ein schwerer Schlag.

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Weltgrößte Mobilfunkmesse MWC wegen Coronavirus abgesagt

In Barcelona fällt in diesem Jahr der Mobile World Congress aus. Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hatten bereits zuvor einige Konzerne ihre Teilnahme abgesagt. Für Barcelona ein schwerer Schlag.

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Die Absage hatte sich angedeutet. Bis vor kurzem hat der Veranstalter zwar noch versichert, dass die Mobilfunkmesse MWC vom 24. bis zum 27. Februar stattfindet. Doch zahlreiche Aussteller wie die Deutsche Telekom, Vodafone, Sony, LG und AT&T hatten ihre Teilnahme bereits abgesagt. Sie sorgten sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus.

Da halfen auch die von den Organisatoren angekündigten Schutzmaßnahmen nicht mehr. So empfahlen diese unter anderem, auf Händeschütteln zu verzichten. Gestern Abend nun entschieden die Veranstalter, den MWC in diesem Jahr abzusagen.

Bitkom warnt vor den Folgen

Für den Präsidenten des deutschen Branchenverbands Bitkom Achim Berg wäre die Messe gerade in diesem Jahr besonders wichtig gewesen. Weltweit stehe der Aufbau der 5G-Netze an. Technologie und Markt seien extrem stark in Bewegung, es gehe um Milliardeninvestitionen, so Berg. Für dieses Thema fehlt seinen Worten nach nun die wichtigste Plattform. Netzbetreiber, Technologielieferanten und Endgerätehersteller würden nun andere Wege finden müssen, um die notwendigen Informationen zu beschaffen und ihre Investitionsentscheidungen solide vorzubereiten. Er geht allerdings davon aus, dass sich der Netzaufbau dadurch nicht signifikant verzögert.

Wer trägt die Kosten?

Der MWC ist eine Großveranstaltung, die der Region Barcelona Einnahmen von schätzungsweise 500 Millionen Euro bringt. An der Messe nehmen sonst mehr als 100.000 Teilnehmer teil, viele von ihnen kommen aus China. Nach der Absage wird mit hohen Schadenersatzforderungen gerechnet. Die Stornokosten lägen bei etwa 100 Millionen Euro, heißt es in Medienberichten, die sich auf Veranstalterkreise berufen. Darin sind Verluste für beteiligte Unternehmen einschließlich von Hotels und anderen betroffenen Firmen in der Gastgeberstadt noch nicht enthalten. Wie die "Financial Times" berichtet, laufen derzeit noch Gespräche darüber, wer die Kosten tragen soll.