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Weitere Warnstreiks im Nahverkehr angekündigt | BR24

© BR/Birgit Harprath

Am Freitag wird in Bayern erneut der Nahverkehr bestreikt. Die Arbeitsniederlegung ist diesmal aber auf den Vormittag beschränkt. Wie die Gewerkschaft Verdi bekannt gab, soll es neun Städte treffen.

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Weitere Warnstreiks im Nahverkehr angekündigt

Am Freitag wird in Bayern erneut der Nahverkehr bestreikt. Die Arbeitsniederlegung ist diesmal aber auf den Vormittag beschränkt. Wie die Gewerkschaft Verdi bekannt gab, soll es neun Städte treffen.

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Auch in Bayern kommt es diese Woche erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr. Mit Dienstbeginn werden am Freitag Busfahrerinnen und -fahrer in neun bayerischen Städten nicht ihr Fahrzeug aus dem Depot holen, sondern die Streikweste anziehen, wie Verdi Bayern ankündigte.

Neun Städte von dem Warnstreik betroffen

Das trifft dann Fürth, Augsburg, Regensburg, Landshut, Bamberg, Ingolstadt und Schweinfurt. In Nürnberg wird auch die U-Bahn wieder bestreikt. In München fahren dagegen U-Bahn und Tram. Der Busverkehr und die Fahrscheinkontrolle aber sind in der Landeshauptstadt zu Aktionen aufgerufen.

Die Folgen des Warnstreiks dürften laut Gewerkschaft nicht ganz so groß sein wie Anfang letzter Woche, als der Nahverkehr ganztägig bestreikt worden war. Diesmal gilt der Aufruf nur bis zur Mittagszeit. Man wolle nicht die Fahrgäste treffen, sondern die Arbeitgeber.

Arbeitgeber reagierten nicht auf Forderungen

Denn die Arbeitgeber haben bisher nicht auf die Forderung der Gewerkschaft reagiert, mit ihr über bessere und bundesweit einheitliche Arbeitsbedingungen zu sprechen. Dazu habe man auf Bundesebene kein Mandat – so die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Die verweist darauf, dass man ja in jedem Bundesland über die ausgelaufenen Tarifverträge am Verhandlungstisch sitze.

Und auch im privaten Omnibusgewerbe läuft die Tarifrunde – bisher ohne Ergebnis.

Aufgerufen zu Arbeitsniederlegungen sind darüber hinaus am Donnerstag Beschäftigte des ÖPNV in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Am Dienstag bereits soll es Warnstreiks in Hessen, am Mittwoch in Bremen und Niedersachsen geben.

Heute auch Warnstreiks im restlichen Öffentlichen Dienst

Die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst in Bayern betreffen am heutigen Montag das Uniklinikum Augsburg sowie das Schifffahrtsamt Nürnberg. Das erklärte der Tarifkoordinator für den Öffentlichen Dienst bei Verdi Bayern, Peter Hoffmann. Hinzu kommen Aktionen in Regensburg.

Am Uniklinikum Augsburg rechnet die Gewerkschaft mit etwa 300 streikbereiten Beschäftigten. Der ganztägige Warnstreik hat um 6 Uhr begonnen; es gibt eine Notdienstvereinbarung zwischen Gewerkschaft und Krankenhausleitung. So soll gewährleistet werden, dass Notfälle behandelt werden können.

Weitere Warnstreiks im Lauf der Woche angekündigt

An den Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Bayern beteiligen sich in dieser Woche vor allem städtische Einrichtungen, Wasser- und Schifffahrtsämter und Kliniken. In den nächsten Tagen wollen Beschäftigte in München, Kempten, Nürnberg, Augsburg, Schweinfurt, Bamberg und der Oberpfalz ihre Arbeit zeitweise niederlegen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass anders als in den zurückliegenden Tagen die Bürger nur wenig von den Warnstreiks beeinträchtigt werden.

Verdi und der Beamtenbund DBB fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

Die Kommunen haben derzeit allerdings coronabedingt Finanzsorgen. Der DBB hatte am Wochenende mit einer Ausweitung der Warnstreiks gedroht, falls der Bund und die Kommunen kein akzeptables Angebot vorlegen. Der Beamtenbund vertritt zusätzlich zu den Beamten 400.000 Angestellte.

© BR

Die Gewerkschaft Verdi hat für heute zu Streiks am Uniklinikum Augsburg aufgerufen. Rund 150 Beschäftigte beteiligten sich an einer Kundgebung. Notfälle werden jedoch weiter behandelt.

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