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Umtausch im Lockdown: Was geht und was nicht | BR24

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Die ersten Werktage nach Weihnachten bieten normalerweise die Gelegenheit, Geschenke im Laden umzutauschen. Doch wie funktioniert das im Lockdown?

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Umtausch im Lockdown: Was geht und was nicht

Schöne Bescherung: Die frisch ausgepackte Bluse ist zwei Nummern zu klein, die geschenkte Kamera geht nicht - und das Geschäft, aus dem die Artikel stammen, ist dicht. ARD-Rechtsexperte Bernd Wolf gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen

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Von
  • Bernd Wolf

Was wird aus meinem Umtauschrecht, wenn ein Weihnachtsgeschenk defekt ist oder mir nicht gefällt, die Filiale aber wegen eines Lockdowns mehrere Wochen geschlossen hat?

Erstmal ist zu unterscheiden: Ist es ein Fall der Garantie oder liegt ein Sachmangel vor? Zur Garantie: Habe ich mich also beispielsweise in der Blusen-Größe vertan, oder die Kamera gefällt doch nicht und deswegen will die Beschenkte sie zurückgeben, dann ist der Händler nicht verpflichtet, sie zurückzunehmen; es ist eine freiwillige Leistung, Kulanz. Deswegen könnte er auch sagen: Nein, jetzt im Lockdown nehme ich die Ware nicht zurück, mein Laden bleibt zu. Und vielleicht nehme ich sie auch gar nicht zurück, weil ich nach dem Lockdown pleite bin. Erfreulicherweise sind die meisten Händler aber auch jetzt so kulant, wie sie es im Frühjahr waren, das bestätigen Verbraucherzentralen.

Und das müsste ich als Kunde dann so hinnehmen?

Eine Möglichkeit gibt es schon: Sich beim Kauf schriftlich zusichern lassen, dass der Händler zu seiner üblichen Garantie steht, zum Beispiel auf der Rückseite des Kassenbons. Dann wird die Garantie Bestandteil des Vertrages. Dann muss er umtauschen oder zurücknehmen.

Was ist, wenn die Sache kaputt ist? Gilt da was anderes?

Ist die Kamera nicht nur unerwünscht, sondern kaputt, dann handelt sich um eine Gewährleistung, die ist gesetzlich vorgeschrieben. Wenn der Bohrhammer nicht funktioniert oder die Handtasche hat ein Loch, dann muss der Händler Abhilfe schaffen - also reparieren oder umtauschen oder zurücknehmen. Bis zu zwei Jahren hat der Kunde oder die Kundin ein Reklamationsrecht. Wir haben jetzt dreieinhalb Wochen Shutdown, um diese Zeit verlängert sich das Rückgaberecht im Laden.

© dpa

Rücksendeaufkleber

Wie ist es beim Einkauf im Online-Shop?

Es gilt wie bisher das 14-tägige Widerrufsrecht, ohne Angabe von Gründen. Am besten per Mail, Fax oder Brief widerrufen. Dann die Ware an den Verkäufer zurücksenden. Oft reicht ja das schon. Der Händler muss das Geld innerhalb von 14 Tagen zurückerstatten. Viele bieten aus Kulanz auch verlängerte Rückgabefristen für den Online-Einkauf an. Am besten sich vor dem Kauf über eine möglicherweise verlängerte Rückgabefrist im Online-Shop informieren.

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