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Wegwerfbecher bleiben weit verbreitet | BR24

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Kaffeebecher in Papierkorb

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    Wegwerfbecher bleiben weit verbreitet

    Der morgendliche Kaffee zum Mitnehmen ist für viele Städter sehr unkompliziert - und manchmal sogar ein Statussymbol. Pro Jahr kommen in Deutschland fast drei Milliarden Pappbecher zusammen. Von Hanna Maier

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    Für die Umwelt sind die übrigbleibenden Becher ein echtes Problem. Eine Studie zeigt jetzt, dass die meisten Verbraucher trotzdem nicht auf den Luxus verzichten möchten.

    Selbst Rabatte für mitgebrachte Becher helfen nicht

    Zwar fände es die überwältigende Mehrheit der Kaffeetrinker richtig, wenn Bäckereien und Cafés Verpackungsmüll vermeiden würden. Selbst wollen sie aber wenig dafür tun: Nur 17 Prozent der über 2.000 Befragten haben überhaupt schonmal einen wiederverwendbaren Kaffeebecher benutzt. Das ergibt eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts YouGov. Selbst Rabatte für mitgebrachte Becher ändern nicht viel. Dabei hoffen viele Umweltschützer und auch die Stadtreinigungsunternehmen auf ein Umdenken bei den Kunden - ähnlich wie bei der Plastiktüte.

    Entsorgung extrem kompliziert

    Ganze Städte und Gemeinden fordern inzwischen den Bund auf, etwas gegen den Bechermüll zu unternehmen. Die Produktion und die Entsorgung sind wegen der fünf Prozent Kunststoffanteil in den Bechern enorm kompliziert. Deswegen gibt es Bestrebungen, ein Mehrwegsystem für Pappbecher einzuführen. In München zum Beispiel versucht sich das Start-Up "Recup" darin. Wer seinen Kaffee im ReCup kauft, zahlt einen Pfand und bekommt ihn im nächsten Partner-Café zurück. Das System ist allerdings noch nicht flächendeckend. Bis das soweit ist, bleibt nur der gute alte Thermobecher in Standardgröße.