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Wegen Teil-Lockdown: Flixbus stellt Betrieb vorübergehend ein | BR24

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Bildrechte: BR / Flixbus

Der Fernbus- und Zugbetreiber Flixmobility stellt seinen Betrieb wegen der neuen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorübergehend ein. Flixbus wie auch Flixtrain würden ab 3. November nicht mehr fahren, kündigte der Bahn-Konkurrent an.

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Wegen Teil-Lockdown: Flixbus stellt Betrieb vorübergehend ein

Der Fernbus-Anbieter Flixbus stellt seinen Betrieb ab 03. November vorübergehend ein. Damit reagiere das Unternehmen auf den Beschluss von Bund und Ländern, wonach die Bürger auf private Reisen verzichten sollen, erklärte die Firmenleitung.

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Von
  • Nikolaus Nützel

Ab dem 03. November stellt der Fernbus-Anbieter Flixbus seinen Betrieb vorübergehend ein. Die Entscheidung betrifft die Flixbus-Linien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch die Zugangebote der Marke Flixtrain werden zunächst eingestellt. Der Betrieb solle aber nach Möglichkeit bis zu den Weihnachtsfeiertagen wieder aufgenommen werden, teilte die Unternehmensleitung mit.

Auswirkungen auf mittelständische Partner

Weil Flixbus in erster Linie eine Plattform ist, über die kleinere Busunternehmen die jeweiligen Fahrten abwickeln, erwartet der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) schwerwiegende Auswirkungen auf Partnerfirmen von Flixbus. Auch insgesamt werde für die Betreiber von Reisebussen die Lage durch die Beschlüsse der Bundesregierung der Betrieb massiv beeinträchtigt, sagte der LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl dem Bayerischen Rundfunk. Für die Branche könne nicht von einem "Lockdown light" die Rede sein, vielmehr liefen die aktuellen politischen Entscheidungen auf ein faktisches Betriebsverbot für viele Busunternehmen hinaus.

Flixbus-Konkurrenz zieht sich zurück

Vorher bereits hatten die Fernbus-Betreiber Blablabus und IC-Bus angekündigt, ihren Betrieb einzustellen. Die Deutsche Bahn will ihre IC-Fernbusse komplett aufgeben. Blablabus spricht bislang von einem vorübergehenden Aussetzen seiner Angebote. Wenn Flixbus seine Geschäfte wieder aufnimmt, wäre das Münchner Unternehmen damit faktisch Monopolist auf dem deutschen Fernbusmarkt.

ÖPNV wird aufrecht erhalten

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) betont gleichzeitig, dass die Anbieter im öffentlichen Nahverkehr ihr Angebot auch nach den neuen Corona-Beschränkungen im Wesentlichen beibehalten. Es könne sein, dass einige ÖPNV-Busverbindungen vorübergehend ausgedünnt würden, sagte ein VDV-Sprecher dem Bayerischen Rundfunk. Die Daseinsvorsorge, die der ÖPNV biete, werde aber nicht eingeschränkt

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