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Wegen Mitsubishi: Ermittler durchsuchen Conti-Werk Regensburg | BR24

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Ermittler der Staatsanwaltschaft haben am Dienstagnachmittag das Continentalwerk in Regensburg durchsucht. Die Razzia stand im Zusammenhang mit einem möglichen neuen Dieselskandal beim japanischen Autoproduzenten Mitsubishi.

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Wegen Mitsubishi: Ermittler durchsuchen Conti-Werk Regensburg

Das Regensburger Continental-Werk hat am Dienstag Besuch von der Polizei bekommen. Es geht um einen möglichen neuen Diesel-Skandal beim japanischen Automobilhersteller Mitsubishi, der von Continental beliefert wird.

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Ermittler der Staatsanwaltschaft haben am Dienstagnachmittag das Continentalwerk in Regensburg durchsucht. Die Razzia stand im Zusammenhang mit einem möglichen neuen Dieselskandal beim japanischen Autoproduzenten Mitsubishi.

Auch bei Mitsubishi geht es um den Vorwurf, dass Käufer von Diesel-Fahrzeugen mit illegalen Abschalteinrichtungen bei der Abgasreduzierung betrogen worden sind.

Continental-Konzern wird als Zeuge geführt

Continental wird in dem Ermittlungsverfahren nach eigenen Angaben allerdings nicht als Beschuldigter, sondern als Zeuge geführt. Man wolle mit den Ermittlern zusammenarbeiten, werde sich aber zur Sache nicht weiter äußern, teilte das Unternehmen mit

Am Nachmittag durchsuchten Ermittler in ganz Deutschland Standorte von Mitsubishi und einzelner Zulieferer. Auch im Conti-Werk in Regensburg sollten Beweismittel gewonnen werden, hieß es bei der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Frankfurt.

Conti liefert Bauteile zur Abgasnachbehandlung

In Regensburg arbeiten 8.000 Menschen für Continental, davon rund 2.500 in der Antriebssparte. In diesem Bereich hat Conti auch Techniken zur Abgasnachbehandlung und Katalysatoren im Programm. Außerdem liefert das Unternehmen Bauteile zur Einspritzung von Harnstoff ("AdBlue") zu, mit denen die Stickoxide im Autoabgas reduziert werden können. Die Manipulation solcher Einspritzvorrichtungen hatte 2015 zum Dieselskandal bei VW geführt.

Es geht wieder um illegale Abschalteinrichtungen

Conti steuert seine weltweiten Aktivitäten in der Antriebssparte von Regensburg aus. Bei Mitsubishi wird wegen Fahrzeugen mit 1,6- und 2,2-Dieselmotoren der Abgasnorm Euro 5 und 6 ermittelt. Hier besteht der Verdacht, dass die Motoren mit einer illegalen Abschalteinrichtung versehen wurden.