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Wegen Corona: Schwabens Export-Wirtschaft orientiert sich neu | BR24

© Regionalnachrichten aus Schwaben

Die Corona-Krise hat große Auswirkungen auf international agierenden Unternehmen sagt die IHK in Schwaben. Jeden zweiten Euro verdienen ihre Mitglieder im Ausland. Viele Unternehmen wollen jetzt ihre Lieferketten umstellen.

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Wegen Corona: Schwabens Export-Wirtschaft orientiert sich neu

Unterbrochene Lieferketten und Stillstand in der Produktion auf der einen Seite, Einbrüche in wichtigen Märkten auf der anderen Seite – die Corona-Krise wirkt sich auf tausende Unternehmen in Schwaben aus. Die Export-Wirtschaft sucht nach Lösungen.

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Von
  • Veronika Scheidl
  • Kilian Geiser

3.000 international agierende Unternehmen gibt es nach Angaben der IHK in den Bereichen Produktion, Handel und Dienstleistungen in Bayerisch-Schwaben. Laut einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) erwartet jeder zehnte Betrieb, dass sich sein Jahresumsatz halbiert. 85 Prozent der Firmen verzeichnen Umsatzeinbrüche, weil sich die Corona-Krise auf ihre Hauptabsatzmärkte auswirkt.

Exportquote macht Unternehmen in der Corona-Krise zu schaffen

Was in anderen Jahren positiv hervorgehoben wird, lässt Schwabens Unternehmen die Corona-Krise jetzt besonders stark spüren: Nach Angaben der IHK haben produzierende Unternehmen in Schwaben eine Exportquote von nahezu 50 Prozent und nehmen also fast jeden zweiten Euro mit dem Auslandsgeschäft ein. "Unsere wirtschaftliche Stärke hängt zu einem guten Stück von der Globalisierung ab", sagt Stefan Offermann, der Vorsitzende des Ausschusses International der IHK Schwaben. Offermann fordert auch die Politik auf, ihren Einfluss zu nutzen, und verweist dabei auch auf die deutsche Ratspräsidentschaft in der EU: "Entscheidend ist, dass es im Zuge der Corona-Krise nicht zu neuen Handelshemmnissen, Zöllen und Protektionismus kommt", sagte Offermann.

Lagerkapazitäten und neue Lieferanten könnten helfen

Ein Ansatz gegen die Corona-Krise ist bei vielen Firmen nun, die Produktion besser abzusichern: Laut der BIHK-Umfrage sind mehr als die Hälfte der Unternehmen auf der Suche nach neuen Lieferanten – vor allem in Deutschland und in der Eurozone. Viele Unternehmen wollen außerdem ihre Lagerkapazitäten vergrößern, um Lieferengpässe abzufedern.

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