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Wegen Corona: Lufthansa fährt Betrieb drastisch herunter | BR24

© pa/dpa/Soeren Stache

Lufthansa schaltet auf "Wintermodus": Lage wie ein Lockdown

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Wegen Corona: Lufthansa fährt Betrieb drastisch herunter

Die steigenden Infektionszahlen machen sich auch im Flugverkehr bemerkbar. Die Nachfrage nach Flugtickets ist laut Lufthansa stark eingebrochen. Die Situation komme einem Lockdown gleich. Deshalb geht die Lufthansa in den Wintermodus.

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Aufgrund der wieder verschärften Corona-Krise fährt die Lufthansa neben dem Flugbetrieb im Winter auch die Verwaltung erneut massiv herunter. Die Situation komme in ihren Auswirkungen einem Lockdown gleich, so der Konzernvorstand in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Daher sei es unumgänglich, möglichst viele Bereiche ab Mitte Dezember in einen "Wintermodus" zu versetzen. Die Kosten müssten noch weiter gesenkt werden.

Nachfrage nach Flügen wieder eingebrochen

Inzwischen verliere die Airline-Gruppe mit einer halben Million Euro zwar nur noch halb so viel Geld in der Stunde wie zu Beginn der Krise. An der Dramatik der Situation habe sich jedoch nichts geändert, schrieben Vorstandschef Carsten Spohr und seine Kollegen an die Beschäftigten zum Auftakt des Winterflugplans.

Vergangene Woche hatte die Lufthansa bereits bekanntgegeben, maximal 25 Prozent der Vorjahreskapazität statt der ursprünglich geplanten 50 Prozent anzubieten. Denn mit steigenden Infektionszahlen in Europa und Amerika, die zu Reisebeschränkungen und Quarantänepflicht führen, bricht die Nachfrage wieder ein.

Wohl mehr als 80 Prozent weniger Passagiere als 2019

Die Haupt-Airline Lufthansa und ihre Schwestergesellschaften Eurowings, Swiss, Austrian und Brussels Airlines werden deshalb 125 Flugzeuge, die im Winter abheben sollten, erneut stilllegen. Das Managament schätzt demnach, dass die Passagierzahl mehr als 80 Prozent unter dem Vorjahreswert bleiben wird.

Kurzarbeit, Schließung, Entmietung

Ein Großteil der Verwaltungsmitarbeiter werde bis Ende Februar auf maximale Kurzarbeit gesetzt, ähnlich wie im Frühjahr, hieß es in dem Brief weiter. Das Lufthansa-Hauptquartier LAC am Frankfurter Flughafen werde bis auf wenige Arbeitsplätze geschlossen, andere Büros entmietet. Sämtliche Büroflächen sollen auf 30 Prozent reduziert werden.

Die Pandemie werde das Geschäft noch über Jahre belasten, erklärte der Vorstand weiter. Trotzdem sei man "fest entschlossen, mindestens 100.000 der heute 130.000 Arbeitsplätze der Lufthansa Group zu erhalten". Lufthansa-Chef Spohr hatte schon vor einigen Wochen erklärt, rund 27.000 Stellen müssten abgebaut werden. Verhandlungen mit den Gewerkschaften über Wege, durch Einkommensverzicht und Arbeitszeitreduzierung Jobs zu sichern, führten bisher kaum zu Ergebnissen.

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Am Münchner Flughafen werden in den Herbstferien 3.400 Starts und Landungen stattfinden, die meisten Flüge gehen nach Italien und Griechenland. Einen Winterflugplan mit Zielen in aller Welt wie in den letzten Jahren gibt es indes nicht.