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Wegen Corona-Krise: Airbus will tausende Stellen streichen | BR24

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Nach der Corona-Krise wird der Konzern Airbus tausende Stellen Streichen, auch die Produktion wird um 40 Prozent gesenkt.

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    Wegen Corona-Krise: Airbus will tausende Stellen streichen

    Der Flugzeugbauer Airbus will nach der Corona-Krise tausende Stellen abbauen. Den Umfang der Streichungen wird noch bis Ende Juli bekannt geben, so Airbus-Chef Faury zur Zeitung "Welt". Außerdem müsse der Konzern 40 Prozent der Produktion drosseln.

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    Aufgrund der massiven wirtschaftlichen Einschnitte in der Corona-Krise hat der europäische Flugzeugbauer Airbus angekündigt, zahlreiche Stellen streichen zu müssen. Konzernchef Guillaume Faury erklärte der Zeitung "Die Welt", die anstehenden Maßnahmen hingen mit der "notwendigen Anpassung an die massiv gesunkenen Produktionszahlen" zusammen.

    Kündigungen werden nicht ausgeschlossen

    Den genauen Umfang des Stellenabbaus will der Konzern nach Gesprächen mit den Arbeitnehmern bis Ende Juli verkünden. Der Airbus-Chef will dabei Kündigungen nicht grundsätzlich ausschließen. Eine zweite Corona-Welle könnte die Situation trotz des erhofften Aufschwungs des Flugverkehrs wieder verschlimmern.

    Zwar versuche man, so viele Stellen wie möglich zu erhalten, "aber die uns zur Verfügung stehenden Lösungen zur Abmilderung der Auswirkungen werden nicht ausreichen", so Faury. Spekuliert wird, dass bis zu 15.000 Stellen in der Zivilflugzeugsparte mit 90.000 Beschäftigten betroffen sind.

    Produktion von Airbus soll weiterlaufen – wenn auch langsamer

    Neben den Stellenstreichungen hatte das Unternehmen außerdem angekündigt, den Produktionsbetrieb für zwei Jahre um 40 Prozent reduzieren zu müssen. Alle Modelle sollten zwar weiterhin gebaut werden, dies jedoch "in langsameren Tempo" so der Airbus-Chef. So sollen von dem meistverkauften Modell der Baureihe A320 nur noch 40 Flugzeuge verkauft werden.

    Bereits fertige Maschinen seien derzeit geparkt, da Airlines diese wegen der Corona-Krise nicht abnehmen können, erklärte Faury der "Welt". Grund dafür sei zum einen, dass Airline-Crews durch die Reisebeschränkungen nicht zur Abnahme der Flugzeuge kommen konnten. Zum anderen gab es keine finanzielle Sicherheit bei den Fluggesellschaften. "Wir können uns von der Entwicklung bei den Airlines nicht abkoppeln", erklärte der Airbus-Chef der Welt. Ende 2021 sollen dann Produktion und Auslieferungen wieder im Einklang stehen.

    Airbus massiv von Corona-Krise betroffen

    Wegen der Corona-Pandemie hatte Airbus im ersten Quartal einen Verlust von fast einer halben Milliarde Euro gemacht. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 40 Millionen Euro erreicht. Grund dafür war unter anderem der Einbruch des weltweiten Flugverkehrs. Airlines konnten in Folge weniger Maschinen kaufen.

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