BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR / Anja Keber
Bildrechte: BR/Herbert Ebner

Für Autofahrer und Pendler ändert sich im Jahr 2021 einiges. Unter anderem steigt die Kfz-Steuer für neue Autos mit hohem Spritverbrauch und auch das Tanken an sich wird teurer. Dafür wird die Pendlerpauschale erhöht.

4
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Was sich 2021 für Autofahrer und Pendler ändert

Für Autofahrer und Pendler ändert sich im Jahr 2021 einiges. Unter anderem steigt die Kfz-Steuer für neue Autos mit hohem Spritverbrauch und auch das Tanken an sich wird teurer. Dafür wird die Pendlerpauschale erhöht.

4
Per Mail sharen
Von
  • Anja Keber
  • Leonie Thim

Im kommenden Jahr können Autofahrer einiges sparen, manche müssen aber auch mehr bezahlen. Zum Beispiel wird für Neuwagen mit hohem Spritverbrauch eine höhere Kfz-Steuer fällig. Das trifft vor allem SUV und Sportfahrzeuge. Die Steuererhöhung soll Bürger dazu bringen, sparsamere PKW zu kaufen. Die Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes sei "ein klares Zeichen für einen nachhaltigeren und klimafreundlicheren Straßenverkehr", heißt es von Seiten des Bundesfinanzministeriums.

Geringer Verbrauch spart Geld

Bisher mussten Autobesitzer den einheitlichen Steuersatz von zwei Euro je Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer zahlen, wenn die Schadstoff-Werte ihres PKW oberhalb von 95 g/km lagen. Ab dem Januar 2021 werden die Steuersätze laut Bundesfinanzministerium gestaffelt: Je höher der CO2-Wert, desto höher der Steuersatz. Damit steigt der Steuersatz von zwei Euro je g/km in der Stufe eins (über 95 g/km bis zu 115 g/km) bis zu vier Euro je g/km in der Stufe sechs (über 195 g/km).

Käufer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, die hingegen nur wenig Schadstoffe in die Umwelt blasen, erhalten für maximal fünf Jahre einen Steuerfreibetrag von 30 Euro. Als Grenzwert gilt, wenn das Auto weniger als 95 g/km ausstößt.

Tanken wird teurer

Für alle Autofahrer steigen im neuen Jahr die Spritpreise. Der Grund ist die CO2-Abgabe, die ab dem 1. Januar 2021 anfällt. Die Bundesregierung will mit der Abgabe fossile Energien verteuern und klimaschonende Alternativen voranbringen. Pro Tonne CO2, die beim Verbrennen von Diesel und Benzin entsteht, müssen Unternehmen wie Raffinerien 25 Euro zahlen.

Der Preis wird wohl an die Kunden weitergegeben. Laut Bundesregierung steigt der Literpreis bei Benzin um sieben Cent, bei Diesel um 7,9 Cent.

Pendlerpauschale wird angehoben

Gute Nachrichten gibt es für Pendler. Die Entfernungspauschale, oder auch Pendlerpauschale genannt, wird 2021erhöht. Ab dem 21. Kilometer erhalten Autofahrer dann 35 Cent pro Kilometer. Bisher beträgt die Pauschale 30 Cent pro Kilometer. Für die Berechnung der Pauschale wird die einfache Entfernung von der Wohnung zum Arbeitgeber berechnet.

Das kann sich lohnen. Der Steuerzahlerbund geht davon aus, dass man mit einem Arbeitsweg von 35 Kilometern im kommenden Jahr rund 165 Euro mehr Entfernungspauschale geltend machen kann als bisher.

Gaffen geht gar nicht

Eine weitere gesetzliche Änderung betrifft das Gaffen. Dagegen wird in Zukunft noch härter vorgegangen, erklärt Johannes Boos vom ADAC. "Gaffen geht gar nicht", sagt Boos. Deshalb gelte schon heute, dass Gaffer, die Verletzte oder verunglückte Autos fotografieren oder filmen, eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe bekommen können. Die Strafe sei unabhängig davon, ob die Aufnahmen veröffentlicht werden oder nicht.

Künftig gelte das explizit auch, wenn man Tote fotografiert oder filmt. "Das deckt sich mit unserer Forderung, Verstorbene besser vor bloßstellenden Fotos und Videos zu schützen", sagt der ADAC-Sprecher.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!