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Mehrere Chemiewerke arbeiten mittlerweile mit "weißer" Biotechnologie. Die Wacker Chemie in Burghausen erzeugt so moderne Lebensmittelzusätze.

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    Was ist industrielle Biotechnologie?

    Neben der „roten“ Biotechnologie mit Antikörpern, neuen Impfstoffen und Zelltherapien wird in Bayern auch die „weiße“ oder industrielle Biotechnologie immer wichtiger. Das entsprechende Netzwerk wurde erst kürzlich zum „Cluster“ aufgewertet.

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    Von
    • Margit Siller

    Industrielle Biotech für mehr Nachhaltigkeit

    Für viele ist die industrielle Biotechnologie der Schlüssel, um die Wirtschaft insgesamt „grüner“ und nachhaltiger zu machen. Die Farbe „Weiß“ steht dabei für chemische Prozesse; dazu gehören auch Methoden zur Abwasserreinigung und Abfallbeseitigung oder Biokraftstoffe und Bioplastik. Im Kern geht es um Technologien, bei denen Mikroorganismen oder Enzyme als Werkzeuge in industriellen Prozessen verwendet werden.

    Brennstoffe aus Stroh, Turnschuhe aus Bakterien...

    Folgende Beispiele zeigen die große Bandbreite: Die Süd Chemie, heute besser bekannt als Clariant, baute vor acht Jahren in Straubing eine Anlage, um aus Stroh Bioethanol zu produzieren. Ein wertvoller Beitrag bis heute, um fossile Brennstoffe zu ersetzen. Enzyme, die aus Mikroorganismen gewonnen werden, sorgen dafür, dass Waschmittel auch mit geringeren Mengen und niedrigeren Temperaturen ihren Zweck erfüllen. Die Firma AmSilk aus Martinsried kann Spinnenseide aus Bakterien herstellen, und das in großen Mengen. Dieses Material eignet sich für Turnschuhe genauso wie für die Ummantelung von medizinischen Prothesen oder die Umhüllung von Medikamenten. Wacker Chemie in Burghausen liefert mit der Sparte Biosolutions Lebensmittelzusatzstoffe und Agrochemikalien.