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Warnstreiks in der Textil- und Bekleidungsindustrie in Bayern | BR24

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IG Metall

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    Warnstreiks in der Textil- und Bekleidungsindustrie in Bayern

    In der Textil- und Bekleidungsindustrie ruft die IG Metall ab heute zu ersten Warnstreiks in den 150 bayerischen Firmen mit ihren rund 22.000 Beschäftigten auf. Geplant seien die Woche über Aktionen an sieben Standorten.

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    Von
    • Birgit Harprath

    Die IG Metall ruft die Beschäftigten in der Textil- und Bekleidungsindustrie zu ersten Wahnstreiks auf. Aktionen an sieben Standorten sind geplant. Auftakt ist heute in Wackersdorf bei SGL Carbon. Morgen dann trifft es zwei Zulieferer von Audi in Ingolstadt.

    Ein Drittel der Firmen im Freistaat fertigen laut Verband der bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie Produkte für die Autobauer. Besonders von der Corona-Krise betroffen seien die Bekleidungshersteller.

    Arbeitgeber bieten 2,3 % - Gewerkschaft will 4 % mehr Lohn

    Die Arbeitgeber boten beim letzten bundesweitem Treffen am Verhandlungstisch eine Prämie von 200 Euro für dieses Jahr und im nächsten eine Erhöhung der Einkommen um 2,3 Prozent in zwei Schritten. Die Forderung der IG Metall, die nach einer Fusion auch für den Bereich Textil und Bekleidung zuständig ist, stößt beim Verband auf Unverständnis angesichts der Branchenlage.

    Der Gewerkschaft wiederum ist das Angebot der Arbeitgeber zu niedrig. Die bundesweit rund 100.000 Mitarbeiter, davon 22.000 in Bayern, hätten auf Grund der Arbeitsbedingungen in der Pandemie mehr verdient. Die Gewerkschaft fordert vier Prozent, mindestens aber 100 Euro mehr im Monat. Einen Teilbereich will sie von Aktionen ausnehmen: die Produktion von Corona-Masken.

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