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Warnstreiks an Flughäfen: Wer zahlt, wenn der Flieger ausfällt | BR24

© dpa-Bildfunk/Ralf Hirschberger

Eine Anzeigetafel auf streikbedingt gestrichene und umgeleitete Flüge hin.

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    Warnstreiks an Flughäfen: Wer zahlt, wenn der Flieger ausfällt

    Zurzeit laufen Warnstreiks an mehreren Flughäfen. In Frankfurt ist fast die Hälfte der Flüge ausgefallen. Welche Rechte haben Fluggäste, wenn ihr Flug gestrichen wird oder Verspätung hat? Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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    Findet der Flug statt oder nicht? Diese Frage sollte ein Reisender schon vorab klären. Wird der Flug gestrichen, kann der Kunde stornieren. Er bekommt sein Geld zurück. Experten empfehlen, sich entsprechende Informationen der Airline aus dem Internet auszudrucken, um später einen Beleg zu haben. Will ein Kunde fliegen, hat er Anspruch auf einen anderen Flug oder auf die Beförderung mit dem Zug. Die Fluggesellschaft muss sich darum kümmern, die Betroffenen so schnell wie möglich an den Zielort zu bringen.

    Rechte gelten auch bei Kurzstrecken

    Fällt der Flug aus, ohne dass der Passagier informiert wurde und muss er deshalb länger warten, hat er ein Anrecht auf Betreuungsleistungen wie Telefonate, Internet, Mahlzeiten, Getränke und gegebenenfalls eine Übernachtung im Hotel. Dies gilt bei kürzeren Strecken unter 1.500 Kilometern ab zwei Stunden Wartezeit. Bei einer Strecke von 1.500 bis 3.500 Kilometern gibt es Unterstützung nach drei Stunden, ab 3.500 Kilometern nach vier Stunden.

    Airlines berufen sich auf "außergewöhnlichen Umstand"

    Bucht die Fluggesellschaft einen Passagier nicht schon vorab auf einen anderen Flug um, sollte dieser zur ursprünglichen Abflugzeit am Flughafen sein – sonst verpasst man möglicherweise einen kurzfristig organisierten Ersatzflug. Eine zusätzliche Entschädigung von bis zu 600 Euro, wie sonst bei Störungen im Flugbetrieb üblich, gibt es bei Streiks meist nicht. Die Fluggesellschaften berufen sich darauf, dass Streiks ein "außergewöhnlicher Umstand" sind.

    Pauschalurlauber können sich an Reiseveranstalter wenden

    Eine Entschädigung erhalten Reisende auch dann nicht, wenn sie ein Hotelzimmer gebucht haben, dieses aber wegen des Streiks nicht in Anspruch nehmen können. Besser dran sind Pauschalurlauber: Sie können eine Erstattung beim Reiseveranstalter geltend machen.

    Das gilt laut Verbraucherzentralen auch für Zusatzkosten, zum Beispiel für Verpflegung, Unterkunft, Taxifahrten oder Telefonate. Bei großen Verspätungen können Pauschalreisende außerdem den Reisepreis mindern. Dafür gibt es den Verbraucherschützern zufolge Rechentabellen: Ab fünf Stunden Verspätung können Urlauber pro Stunde Verspätung fünf Prozent des anteiligen Tagespreises zurückfordern.

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    • Tobias Brunner
    • Ralf Schmidberger
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