BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Wacker Chemie will mehr als 1.000 Stellen streichen | BR24

© BR

Ein Sparprogramm hatte Wacker Chemie bereits angekündigt - nun gibt es Details: Mehr als 1.000 Stellen sollen wegfallen, ein Großteil davon in Deutschland. Dabei trifft es vor allem die Verwaltung und nicht die Produktion.

6
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Wacker Chemie will mehr als 1.000 Stellen streichen

Ein Sparprogramm hatte Wacker Chemie bereits angekündigt - nun gibt es Details: Mehr als 1.000 Stellen sollen wegfallen, ein Großteil davon in Deutschland. Dabei trifft es vor allem die Verwaltung und nicht die Produktion.

6
Per Mail sharen

Das Münchner Unternehmen Wacker Chemie will in den nächsten drei Jahren mehr als 1.000 Stellen streichen. Mit mehr als 80 Prozent soll der Großteil auf Deutschland entfallen, wie der Chemiekonzern mitteilte. Hierzulande dürfte damit bis Ende 2022 von den insgesamt 10.000 Stellen mehr als jede zwölfte wegfallen.

Gekürzt werden soll vor allem in der Verwaltung, nicht in der Produktion. Zu den betroffenen Standorten machte der Konzern zunächst keine Angaben. Der Plan müsse in der kommenden Zeit noch konkretisiert werden, sagte ein Sprecher. Da die Hauptverwaltung in Bayern sitzt, ist davon auszugehen, dass der Freistaat massiv betroffen sein wird. Nach Möglichkeit soll laut Wacker aber auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.

Insgesamt will Wacker Chemie auf diese Weise 250 Millionen Euro einsparen, um "die Wettbewerbsfähigkeit auch für zukünftige Herausforderungen zu stärken und dauerhaft zu sichern", sagte Vorstandschef Rudolf Staudigl.

Geschäft mit Silizium läuft schlecht für Wacker Chemie

Wacker Chemie reagiert damit auf das aktuell schwierige Geschäftsumfeld. Im vergangenen Jahr machte dem Unternehmen das Geschäft mit Polysilizium wegen chinesischer Billigkonkurrenz schwer zu schaffen. Polysilizium ist ein Grundstoff für die Solarindustrie. Die düsteren Aussichten für dieses Geschäftsfeld hatten Wacker im vergangenen Jahr mit 630 Millionen Euro in die roten Zahlen gedrückt.

Auch die Silikon-Sparte rund um Schmier- und Dämmstoffe etwa für die Auto- und die Bauindustrie steht unter Druck. Konzernchef Rudolf Staudigl hatte daher bereits ein Sparprogramm angekündigt. Weltweit beschäftigt Wacker rund 14.500 Mitarbeiter.