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Wackelt die neue Facebook-Währung Libra? | BR24

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Wird doch nichts aus Facebooks Digitalwährung Libra?

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    Wackelt die neue Facebook-Währung Libra?

    Die erst vor wenigen Wochen angekündigte Digitalwährung unter der Federführung von Facebook scheint zu wackeln. Unter anderem wollen wohl Visa und Mastercard ihre Beteiligung an dem Projekt für einen eigenen digitalen Bezahlkosmos überdenken.

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    Was Facebook-Chef Mark Zuckerberg besonders schmerzen dürfte: Die beiden großen Kreditkartenkonzerne Visa und Mastercard wollen ihr Engagement bei Libra offenbar überdenken. Das Wall Street Journal berichtet, mehrere Unternehmen hätten es abgelehnt, sich öffentlich für die neue Digitalwährung des Facebook-Konzerns auszusprechen.

    Visa-Chef: "Kein Mitglied von irgendetwas..."

    So hat Alfred Kelly, Chef des Kredikartenunternehmens Visa gesagt, dass man lediglich eine nicht-bindende Absichtserklärung unterzeichnet habe, aber "kein Mitglied von irgendetwas" sei. Morgen soll es wohl eine Krisensitzung aller mehr als 20 Libra-Mitglieder in Washington geben. Mitte Oktober will die Libra Assosciation in Genf dann einen Vorstand einsetzen und eine Satzung verabschieden.

    Projekt wackelt, wenn Partner aussteigen sollten

    Sollten große Finanzpartner bei Libra aussteigen, könnte das bereits das Ende der Währung sein. Das soziale Netzwerk ist auf große Partner angewiesen, um die Verbraucher davon zu überzeugen, ihr Geld gegen eine digitale Währung einzutauschen. Ohne ein entsprechendes Netzwerk von Finanzpartnern wäre die Reichweite vermutlich begrenzt.

    Libra wäre für Partner spannend

    Bei der Vorstellung des Projekts im Juni hatte Facebook erklärt, man wolle Verbrauchern eine neue Möglichkeit geben, Geld über Landesgrenzen hinweg zu überweisen. Für die an dem Projekt beteiligten Unternehmen wie eben Visa, Mastercard, Paypal oder die Fahrdienstleister Lyft und Uber hätte der Libra den Vorteil, dass sie von der Mitgliederzahl von Facebook profitieren könnten, das auf mehr als 2,4 Milliarden Nutzer weltweit kommt.

    Politik sieht Libra kritisch

    Gleich nach der Vorstellung von Libra haben sich aber besonders Politiker in den USA und Europa kritisch geäußert. So haben die G7 Finanzminister vor Libra gewarnt und erklärt, dass eine Währung nicht in die Hände eines Privatunternehmens gehöre.