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Wachstum: Einbruch in Euro-Zone stärker als in Deutschland | BR24

© Konrad Busen/ARD

Deutsches Wachstum eingebrochen: Reaktionen der Ökonomen

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Wachstum: Einbruch in Euro-Zone stärker als in Deutschland

Die Konjunktur im Euro-Raum ist zum Jahresstart wegen der Coronavirus-Pandemie in Rekordgeschwindigkeit geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19-Länder-Gemeinschaft verringerte sich von Januar bis März zum Vorquartal um 3,8 Prozent.

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Von
  • Jürgen Seitz

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt knickte von Januar bis März um 2,2 Prozent zum Vorquartal ein, und liegt damit unter dem europäischen Durchschnitt. Gegenüber dem ersten Quartal 2019 ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone um 3,2 Prozent und in der EU um 2,6 Prozent zurück, meldet die Statistikbehörde der Europäischen Union EUROSTAT.

Den stärksten Einbruch im Euroraum verzeichnete Frankreich mit einem Rückgang um 5,8 Prozent zum Vorquartal. In Spanien ging das BIP um 5,2 Prozent zurück, in Italien um 4,7 Prozent. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte mit einem Minus von 2,2 Prozent zwar ebenfalls stark, allerdings weniger deutlich als die anderen großen Volkswirtschaften der Eurozone.

Noch stärkere Einbrüche im 2. Quartal befürchtet

Der Euro-Zone könnte im zweiten Jahresviertel das Schlimmste erst noch bevorstehen. Denn die Maßnahmen der Regierungen zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung hatten die Wirtschaftsaktivität in den vergangenen Wochen in allen Euro-Ländern weitgehend zum Erliegen gebracht. Im ungünstigsten Fall hält die Europäische Zentralbank (EZB) im zweiten Quartal einen Konjunktureinbruch von 15 Prozent für möglich.

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