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VW will 44 Milliarden in E-Mobilität und Digitales stecken | BR24

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© NDR / Hilke Janssen

Es sind entscheidende Leitplanken, die Volkswagen für die kommenden Jahre festlegt. Der Autokonzern will in den nächsten fünf Jahren 44 Milliarden Euro in Zukunftsthemen wie Elektroautos, autonomes Fahren und Digitalisierung investieren.

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VW will 44 Milliarden in E-Mobilität und Digitales stecken

Es sind entscheidende Leitplanken, die Volkswagen für die kommenden Jahre festlegt. Der Autokonzern will in den nächsten fünf Jahren 44 Milliarden Euro in Zukunftsthemen wie Elektroautos, autonomes Fahren und Digitalisierung investieren.

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Das beschloss heute der Aufsichtsrat. Die Summe entspreche rund einem Drittel der Gesamtausgaben des Konzerns bis Ende 2023.

Ziel: Globale Nummer Eins in der E-Mobilität

In den nächsten zwei Jahren würden den Autokonzern die Kosten für die selbstverursachte Diesel-Krise noch belasten. Dennoch hält VW an seinem Ziel fest, jährlich einen Cashflow von mindestens zehn Milliarden Euro zu erzielen. "Die finanzielle Ausgangslage für den Konzern für die nächsten Jahre ist grundsolide und robust", sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch.

Das Geld dafür will sich VW selbst erarbeiten - durch milliardenschwere Sparprogramme bei mehreren Marken. Dafür sollen drei Werke - Emden, Zwickau und Hannover - für die Produktion von E-Autos umgerüstet werden. Das kostet.

Arbeitsplätze werden durch die Umrüstung verloren gehen

Und bedeutet auch, dass dort langfristig wohl tausende Mitarbeiter weniger gebraucht werden - denn Batterie-Autos sind einfacher und schneller zu bauen als Verbrenner. Das bestätigte auch VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. VW will aber niemandem kündigen, sondern zum Beispiel Altersteilszeit-Verträge anbieten. Ab 2022 plant VW außerdem ein Werk in Osteuropa.

Eigene Beteiligung an Batteriezellenfertigung geplant

Um für die Steigerung der Zahl an Elektroautos die nötige Menge an Energiespeichern zur Verfügung zu haben, denkt VW auch über eine eigene Beteiligung an einer Batteriezellenfertigung nach, wie Diess bestätigte. Bisher bezieht der Konzern seine Batteriezellen von den asiatischen Zulieferern LG Chem, Samsung und CATL, künftig auch von der südkoreanischen SK Innovation. Doch auch die Bundesregierung befürchtet eine zu große Abhängigkeit der deutschen Autobauer von Asien in dieser Technologie - und will deshalb den Aufbau einer Batteriezellen-Produktion in Deutschland fördern.