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Vor Tarifrunde: IG Metall stellt Jobsicherung in den Mittelpunkt | BR24

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Vor Tarifrunde: IG Metall stellt Jobsicherung in den Mittelpunkt

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    Vor Tarifrunde: IG Metall stellt Jobsicherung in den Mittelpunkt

    Die Metall- und Elektroindustrie hat die Corona-Krise stark zu spüren bekommen. Unter diesem Vorzeichen startet demnächst die Tarifrunde für rund 850.000 Beschäftigte. Die Tarifkommission der IG Metall hat nun ihre Forderungen für Bayern beschlossen.

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    Nicht in einem Raum sitzend, sondern per Video zusammengeschaltet: Bei immerhin 110 Mitgliedern war das heute eine Herausforderung. Corona bestimmt die Arbeit der IG Metall, aber auch die Forderungen.

    In den Mittelpunkt will die Gewerkschaft die Sicherung von Beschäftigung stellen. Die vorhandene Arbeit soll, wo nötig, auf mehr Köpfe verteilt werden – so das Motto. Das könnte zum Beispiel durch eine Vier-Tage-Woche erreicht werden.

    IG Metall fordert vier Prozent mehr Geld

    Einen Teil des dadurch entgangenen Lohnes soll den Mitarbeitern ersetzt werden – betont Bayerns IG Metallchef Johann Horn: "Die Beschäftigten haben durch Kurzarbeit ja schon große Einbußen erlitten. Und für viele war die Bewältigung der Krise ein Thema, wo sie wirklich Geld verloren haben. Aber es müssen auch die Arbeitgeber dazu beitragen, diese Krise zu bewältigen."

    Deshalb fordert die Gewerkschaft ein Volumen von vier Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten - entweder in Form von mehr Geld oder als Teillohnausgleich bei einer verkürzten Arbeitszeit. Ob die höheren Löhne gezahlt werden oder bei einer abgesenkten Arbeitszeit zumindest ein Teillohnausgleich für die Beschäftigten herauskommt, solle auf betrieblicher Ebene entschieden werden können.

    Arbeitgeber signalisieren Ablehnung

    Nicht gut kommt das bei den Metallarbeitgebern in Bayern an. Für den Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Bertram Brossardt, gibt es zurzeit nichts zu verteilen. "Wir liegen in der Produktion zwölf Prozent unter Vorjahr. Fakt ist, dass wir 3.000 Beschäftigte pro Monat verlieren. Insoweit ist die Forderung aus unserer Sicht aus der Zeit gefallen", so Brossardt.

    Nicht nur Corona, auch der Umbau setzt der Branche zu. Die IG Metall in Bayern fordert darum auch, dass auf betrieblicher Ebene Verträge für die Zukunft geschlossen werden. Dabei geht es um nötige Investitionen oder Weiterbildung. Das erste Mal verhandelt wird Mitte Dezember.

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