Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Volkswagen will bundesweit alte Diesel verschrotten | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Volkswagen nimmt ab sofort alte Diesel Autos zurück, und zwar nicht nur Modelle aus dem Konzern. Dem Kunden bietet VW eine Prämie an, sofern er sich ein neues Auto kauft. Nachrüstungen bietet VW bislang nicht an.

4
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Volkswagen will bundesweit alte Diesel verschrotten

VW hat offenbar ein Maßnahmenpaket beschlossen, um Fahrverbote zu verhindern. Laut einem Medienbericht will der Konzern alle alten Diesel-Autos seiner Marken VW, Audi, Seat und Skoda der Normen 1 bis 4 in Deutschland zurücknehmen und verschrotten.

4
Per Mail sharen
Teilen

Autobesitzer, die dem Umtausch zustimmen, erhalten eine Prämie, wie die "Bild" berichtet. Diese soll in der Spitze und für die besonders großen Modelle bei bis zu 10.000 Euro liegen. Ziel ist, drohende Fahrverbote zu verhindern. In 14 Städten mit besonders belasteter Luft soll es zusätzlich zu Umtauschprämien ein Sonderprogramm für Diesel-Autos der Abgasnormen 4 und 5 geben. Dazu zählt laut "Bild" eine günstigere Finanzierung. Ein Volkswagen-Sprecher kündigte an, der Konzern werde sich heute zu den Details des Dieselumtauschprogramms äußern.

Autobauer lehnen Hardware-Nachrüstung auf eigene Kosten ab

Im kürzlich vorgestellten Diesel-Konzept der Bundesregierung sind Hardware-Nachrüstungen für Euro-5-Diesel neben Umtauschaktionen als Möglichkeit vorgesehen, um die Luft in Städten mit hoher Schadstoffbelastung zu verbessern. Bezahlen sollen dies die Autohersteller. Diese lehnen Hardware-Nachrüstungen aber ab. Zuvor war bekanntgeworden, dass Volkswagen über einer Million Diesel-Besitzer vom 1. November an Umtauschprämien anbieten will. Die geplanten Prämien sollten im Durchschnitt bei etwa 4.000 Euro für Diesel der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4 liegen - und bei 5.000 Euro für Euro-5-Diesel.

GroKo streitet über Milliarden-Bußgelder für Autobauer

Die große Koalition streitet derzeit über mögliche Milliarden-Bußgelder für Autobauer. Hintergrund ist die Weigerung der Hersteller, bei möglichen technischen Nachrüstungen älterer Diesel-Autos die Kosten vollständig zu übernehmen. Dies ist neben Kaufanreizen für sauberere Autos ein zentraler Punkt eines Maßnahmen-Pakets, auf das sich Union und SPD im Kampf gegen Fahrverbote geeinigt hatten. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lehnt Bußgelder gegen Autohersteller ab. Er setzt vor allem auf Kaufanreize.

Auch Opel soll Schummel-Software verbaut haben

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass mit Opel der nächste deutsche Autobauer im konkreten Verdacht steht, die Abgase von Dieselfahrzeugen mit umstrittenen Software-Funktionen manipuliert zu haben. Das Bundesverkehrsministerium hatte einen amtlichen Rückruf für europaweit rund 100.000 Autos der Typen Insignia, Cascada und Zafira angekündigt. Darüber hinaus brummte die Staatsanwaltschaft München der VW-Tochter Audi ein Bußgeld von 800 Millionen Euro auf. Grund seien "Abweichungen von den regulatorischen Vorgaben" bei bestimmten Dieselmotoren.