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Volkswagen: Mehr Umsatz, mehr Gewinn | BR24

© BR/Gabriel Wirth

VW präsentiert heute seine Bilanz - allerdings nur via Livestream im Netz. Die geplante Pressekonferenz wurde wegen der Coronakrise abgesagt. Erste Zahlen sind schon bekannt: Demnach konnte der Konzern im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn steigern.

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Volkswagen: Mehr Umsatz, mehr Gewinn

VW hat seine Bilanz präsentiert - allerdings nur via Livestream im Netz. Die Pressekonferenz wurde wegen der Coronakrise abgesagt. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn steigern.

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Anfang des Monats war VW noch optimistisch, den Umsatz in diesem Jahr moderat steigern und erneut weltweit rund elf Millionen Autos ausliefern zu können. Interessant dürfte werden, ob der Vorstand aufgrund der derzeitigen Entwicklung an seinen Zielen noch festhält.

Grenzschließungen stellt Werke vor große Herausforderung

Denn nach Absatzeinbrüchen in China im vergangenen Monat ist die Coronakrise nun in Europa voll angekommen. Deswegen will der Konzern ab Freitag die Produktion stoppen. Zudem werde die Versorgung der Werke mit Teilen durch die Grenzschließungen in Europa immer herausfordernder, meinte ein Firmensprecher.

Die Versorgung der deutschen Werke sei bis Ende der Woche aber gewährleistet, fügte er hinzu. Dagegen stockt auch im Audi-Werk in Brüssel die Produktion, nicht nur wegen der Coronakrise, sondern auch weil seit längerem Batteriekomponenten für den Elektro-SUV E-tron fehlen.

VW-Sparte steigert Gewinn trotz Konjunkturdelle

2019 konnte die Hauptsparte mit dem VW-Emblem trotz konjunktureller Abkühlung in vielen Ländern noch einen höheren Gewinn einfahren. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg bei den VW-Pkw von 3,2 auf 3,8 Milliarden Euro. Die Kosten zur Bewältigung der Dieselkrise blieben mit rund 1,9 Milliarden Euro ungefähr auf Vorjahresniveau.

Neuer Golf und ID3 bereiten Probleme

Ärger gibt es auch wegen des neuen Golfs. In ungewohnt scharfer Form hat Betriebsratschef Bernd Osterloh wegen Produktionsproblemen bei dem wichtigsten Modell der Marke VW das Management angegriffen und sprach von überehrgeizigen Vorständen.

Eine große Baustelle ist auch die IT-Ausstattung beim neuen Vorzeigemodell, dem ID3. Die Dieselkrise gerät da fast schon in den Hintergrund, auch wenn es hier Neuigkeiten gibt. So will VW im Mai mit den Auszahlungen an die hierzulande geschädigten Dieselkunden beginnen.

Auch VW-Töchter steigern Gewinn - bis auf Audi

Für Porsche meldete der Konzern vor Sonderfaktoren ein leichtes Gewinnplus um 2,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Auch Skoda, Seat und Bentley sowie die Lkw-Töchter Scania und MAN verbesserten sich. Bei Audi sank der Betriebsgewinn dagegen von 4,7 auf 4,5 Milliarden Euro, bei den leichten Nutzfahrzeugen von 780 auf 510 Millionen Euro.

Insgesamt konnte die VW-Gruppe 2019 ihren Gewinn unterm Strich um 12,8 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro steigern. Der Umsatz legte um 7,1 Prozent auf 252,6 Milliarden Euro zu. Gemessen an den Auslieferungen blieb sie mit 10,97 Millionen verkauften Autos größter Hersteller vor Toyota.

Coronakrise stellt VW vor große Herausforderungen

Die weitere Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage stimmt VW eher pessimistisch. "2020 ist ein sehr schwieriges Jahr", meinte Diess. Branchenexperte Frank Schwope von der NordLB warnte: "Sollte sich die Coronavirus-Krise deutlich verschärfen – wovon auszugehen ist –, führt dies zu Lieferengpässen, Produktionsausfällen, aber auch zu starken Kaufrückgängen, was bis Jahresende nicht aufzuholen wäre."

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