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Vierter Mobilfunkanbieter will 5G-Netz in Deutschland aufbauen | BR24

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Die Versteigerung der 5G-Frequenzen sorgt für viel Streit - schon bevor die Auktion überhaupt beginnt. Neben den drei großen Mobilfunknetzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica will mit 1&1 Drillisch noch ein viertes Unternehmen mitbieten.

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Vierter Mobilfunkanbieter will 5G-Netz in Deutschland aufbauen

Die Versteigerung der 5G-Frequenzen sorgt für viel Streit - schon bevor die Auktion überhaupt beginnt. Neben den drei großen Mobilfunknetzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica will mit 1&1 Drillisch noch ein viertes Unternehmen mitbieten.

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5G, der neueste Mobilfunkstandard, ist mindestens 100 Mal schneller als die aktuellen 4G-Netze. Das ist eine notwendige Bedingung für künftige Schlüsseltechnologien - etwa das autonome Fahren, virtuelle Realität und Industrie 4.0. Bei der Versteigerung der 5G-Lizenzen will nun auch ein vierter Anbieter mitmischen: United Internet hat sich mit seiner Marke 1&1 bei der Bundesnetzagentur für die Auktion angemeldet.

Konkurrenz belebt das Geschäft: 1&1 als vierter Netzbetreiber sei eine gute Nachricht, sagt Susanne Blohm Digitalexpertin beim Bundesverband der Verbraucherzentralen. Denn im internationalen Vergleich seien die Mobilfunktarife in Deutschland sehr teuer. "Wir erhoffen uns, dass die Preise sinken, die Qualität der Netze aber gut bleibt."

So viel Konkurrenz wie schon lange nicht mehr

Sollte 1&1 5G-Lizenzen bei der Auktion ersteigern, entsteht in Deutschland ein vierter Netzbetreiber neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland. So viel Konkurrenz gab es seit der Fusion von E-Plus mit O2 nicht mehr. Bis Ende 2024 soll sich die Abdeckung mit schnellem Mobil-Internet in Deutschland deutlich verbessern. Als Neuling müsste 1&1 nicht so hohe Auflagen erfüllen wie die drei Platzhirsche im Markt.

Roaming steht noch nicht in den Auflagen

Unklar ist bisher, ob 1&1 Kunden auf dem Land die Mobilfunk-Netze von anderen Anbietern mitnutzen könnten, wenn es ihr eigenes Netz gerade nicht gibt – das wäre das sogenannte lokale Roaming. In den Auflagen der Bundesnetzagentur für die 5G-Vergabe steht bisher nur, dass die Anbieter über ein Mitnutzen verhandeln müssen. Die Fraktionen von SPD und Union im Bundestag wollen aber noch durchsetzen, dass Anbieter ihre Netze auf dem Land öffnen müssen.

5G ist besonders für die Wirtschaft wichtig, die Technologie gilt etwa als wichtig fürs autonome Fahren und die drahtlose Steuerung von Maschinen und Robotern. Für Privatkunden dürfte 5G zunächst eine untergeordnete Rolle spielen. Erst 2020 kommen 5G-fähige Smartphones auf den Markt.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Bis 15 Uhr mussten die Anmeldungen bei der Bundesnetzagentur eingegangen sein. Gerechnet wurde mit den Platzhirschen auf dem deutschen Markt, Telekom, Vodafone und Telefonica. Doch es kam kurzfristig noch jemand dazu.