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Das Logo der Allianz steht auf einem Gebäude auf dem Gelände des Versicherungskonzerns in Unterföhring bei München.

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    Versicherer Allianz peilt wieder Rekordgewinn an

    Die Allianz ist in der Corona-Pandemie mit einem blauen Auge davongekommen und sieht im laufenden Jahr schon wieder gute Chancen auf einen Rekordgewinn. Mit einem Endspurt übertraf der Münchner Versicherungsriese die Gewinnerwartungen der Analysten.

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    Von
    • Ralf Schmidberger

    Die Allianz hat das Jahr 2020 trotz coronabedingten Belastungen besser überstanden als von manchen Börsenfachleuten erwartet. Der operative Gewinn sei um neun Prozent auf 10,8 Milliarden Euro gefallen, wie die Allianz mitteilte. Analysten hatten ihr dagegen im Schnitt nur 10,4 Milliarden zugetraut. Die Folgen der Pandemie haben den Versicherer insgesamt 1,3 Milliarden Euro gekostet, im vierten Quartal kamen keine Belastungen mehr hinzu.

    Corona könnte Rekordpläne durchkreuzen

    Für das laufende Jahr stellt Vorstandschef Oliver Bäte ein operatives Ergebnis von rund zwölf Milliarden Euro in Aussicht. Das wäre etwas mehr als im Rekordjahr 2019 (11,9 Milliarden). Allerdings gibt er eine Schwankungsbreite von einer Milliarde nach oben und unten an, die doppelt so groß ist wie bei der Allianz üblich. Auf der Bilanzpressekonferenz in München verwies Bäte auf die Corona-Situation.

    "Wir sind ja überhaupt noch nicht raus aus dem Thema. Es bleibt schwierig." Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte

    Eine dritte Corona-Welle, eine Rezession oder ein Crash am Aktienmarkt könnten die Pläne durchkreuzen. Eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio etwa würde den Versicherer einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.

    Stabile Dividende

    Die Aktionäre sollen für 2020 wie angekündigt eine stabile Dividende von 9,60 Euro bekommen. Zwar warnt die EU-Versicherungsaufsicht EIOPA angesichts der Spätfolgen der Pandemie weiter vor großzügigen Ausschüttungen. Doch hatte die deutsche Finanzaufsicht BaFin selbst auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle nichts gegen die Dividende.

    Ausfall von Großveranstaltungen belasten

    Am stärksten zu spüren bekam der Versicherungskonzern die Krise in der Schaden- und Unfallversicherung, deren operativer Gewinn 2020 um 13 Prozent schrumpfte. Der Ausfall von Großveranstaltungen, Hotel- und Restaurantschließungen, weniger Reisen und Ausfälle von Lieferantenkrediten schlugen ins Kontor.

    Weniger Lebens- und Krankenversicherungen

    In der Lebens- und Krankenversicherung litt das Neugeschäft, dessen Wert wegen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens um 500 Millionen auf 1,7 Milliarden Euro einbrach. Seit Jahresende gehe es aber mit dem Absatz von Leben- und Kranken-Policen wieder aufwärts, sagte der Finanzvorstand.

    Vermögensverwaltungs-Sparte erfolgreich

    Die Vermögensverwaltungssparte konnte den Gewinn um 5,5 Prozent steigern. Der Boom an den Kapitalmärkten und Zuflüsse von fast 33 Milliarden Euro ließen bei Pimco und Allianz Global Investors das für Dritte verwaltete Vermögen um 26 Milliarden auf 1,71 Billionen Euro steigen, obwohl der schwache Dollar das US-lastige Geschäft bremste.

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