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Verschärfte Corona-Regel: Wie erkenne ich echte FFP2-Masken?

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    Verschärfte Corona-Regel: Wie erkenne ich echte FFP2-Masken?

    Im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen müssen die Menschen in Bayern ab Montag eine FFP2-Maske tragen. Das hat das Kabinett beschlossen. Auf dem Markt tauchen immer wieder nicht-zertifizierte Masken auf. Was ist beim Kauf zu beachten?

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    Von
    • Monika Stiehl
    • Ralf Schmidberger

    In Bayern gilt vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Ziel sei, die Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr und im Handel zu verbessern, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettsitzung. FFP2-Masken seien inzwischen leicht erhältlich und im Überfluss vorhanden.

    Die Masken sind unter anderem in Apotheken, Drogerien und im Online-Handel erhältlich. Grundsätzlich sind FFP2-Masken laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Einmalprodukte und nicht zur Wiederverwendung vorgesehen. Untersuchungen der Fachhochschule Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zeigen aber, dass sich die Menge der infektiösen Coronaviren in der Maske nach sieben Tagen Aufbewahrung auf ein "akzeptables Maß" verringert.

    Eine Einweg-Maske kostet etwa drei bis fünf Euro, Zweierpacks sind in mehreren Drogerien für fünf bis sechs Euro erhältlich. Der Stückpreis sinkt, wenn man ein Set mit mehr Masken kauft. Auf dem Markt tauchen allerdings immer wieder auch mangelhafte oder gefälschte FFP2-Masken auf.

    Wie erkenne ich echte FFP2-Masken?

    • FFP2-Masken müssen ein CE-Kennzeichen haben.
    • Sie müssen eine vierstellige Nummer vorweisen, die Rückschluss auf die zugelassene Prüfstelle gibt. Wer sich nicht sicher ist, ob auf der vorliegenden Maske die korrekte Nummer einer Prüfstelle angebracht ist, kann die Nummer in der sogenannten NANDO-Datenbank auf der Website der EU-Kommission überprüfen. Laut der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS), gibt es in Deutschland aktuell zwei Prüfstellen: Die DEKRA Testing and Certification GmbH mit der Prüfnummer 0158 und das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) mit der Nummer 0121. Die ZLS ist für die Überwachung der notifizierten Stellen in Deutschland zuständig.
    • Neben der Klasse (z.B. FFP2) folgt laut IFA eine Leerstelle und entweder der Zusatz »NR« für nicht wiederverwendbar, der Zusatz »R« wenn wiederverwendbar oder der Zusatz »D«, das für Dolomitstaubtest bestanden, steht.
    • Auch die Nummer und das Jahr der Veröffentlichung der Europäischen Norm müssen auf der Maske angegeben sein.
    • Zudem sollte auf der Maske ein Herstellername oder eine Marke abgedruckt sein.
    • Auf der Verpackung konformer Masken stehen die Angaben und die Anschrift des Herstellers oder des Inverkehrbringers.
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    Welche Masken schützen wie?

    Nur Labore können Mängel feststellen

    Das Problem: Mangelhafte FFP2-Masken sind - von Fehlern bei den Angaben abgesehen - mit bloßem Auge für den Nutzer nicht zu erkennen. Das können nur Labore feststellen. Gefährlich werden die mangelhaften oder sogar mutwillig gefälschten Masken, wenn sie nicht den Filterleistungen entsprechen, die sie laut FFP2-Kennzeichnung erbringen sollen.

    Verkäufer zum Zertifikat-Nachweis verpflichtet

    Die Prüfgesellschaft DEKRA weist darauf hin, dass sich Verbraucher bei Zweifeln oder Fragen grundsätzlich an den Verkäufer der Masken wenden sollen, zum Beispiel die Apotheke oder den Internet-Shop. Dieser ist zur Auskunft und zum Nachweis verpflichtet, dass eine FFP2-Maske den Normen entspricht.

    Datenbank für Produktwarnungen

    Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz hat außerdem eine Datenbank eingerichtet, in der bisher entdeckte mangelhafte FFP2-Masken aufgelistet werden. In dieser Datenbank werden bekannte Produktrückrufe, Produktwarnungen aber auch Untersagungsverfügungen eingespeist. Hier der Link: "Gefährliche Produkte in Deutschland".

    Verschiedene stark filternden Masken

    Neben den FFP2-Masken gibt es noch weitere stark filternde Masken, die eine andere Bezeichnung tragen: KN95- und N95-Masken. Die KN95-Masken stammen aus China und werden ursprünglich eher im industriellen Kontext gebraucht. N95-Masken werden in den USA zugelassen. Alle drei, FFFP2, KN95 und N95 haben eine ähnliche Filterwirkung und bieten damit einen vergleichbaren Schutz.

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