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Verhärtete Fronten bei Tarifverhandlungen in der Metallindustrie | BR24

© dpa/ picture alliance

Demo im November in Schweinfurt zum Beginn der Tarifverhandlungen

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    Verhärtete Fronten bei Tarifverhandlungen in der Metallindustrie

    Noch herrscht Friedenspflicht in der Tarifrunde der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall kann erst im Januar zu Warnstreiks aufrufen. Heute treffen sich beide Seiten zum zweiten Mal am Verhandlungstisch. Von Birgit Harprath

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    Ein Abschluss schon in der zweiten Runde : Der Wunsch passt zwar zu Jahreszeit – doch erfüllt werden wird er heute sicher nicht. Dafür liegen Gewerkschaft und Arbeitgeber doch noch zu weit auseinander. Sechs Prozent höhere Einkommen fordert die IG Metall. Das ist für manch einen Betrieb viel – doch die Firmen in Bayern können über Auftragsflaute zur Zeit nicht gerade klagen. Hier wäre ein Kompromiss sicher zu finden.

    Konfliktpunkt Arbeitszeit

    Bei der zweiten Forderung der Gewerkschaft sieht es nicht nach schneller Einigung aus. Die Mitarbeiter sollen ein Recht haben, ihre tarifliche Arbeitszeit für zwei Jahre von 35 auf 28 Stunden in der Woche zu verkürzen. Eltern, Pflegenden oder Schichtarbeitern soll der Arbeitgeber mit einem Zuschuss die Abstriche beim Lohn ausgleichen.

    Arbeitgeber und Gewerkschaften liegen weit auseinander

    Für die Verhandlungsführerin der Metallarbeitgeber Angelique Renkhoff - Mücke steht fest, dass dies nichts ist, worüber man reden werde. Die IG Metall wiederum lehnt es ab, über die Gegenforderungen der Arbeitgeber zu sprechen. wie Mehrarbeit über die gültige 35- Stunden-Woche hinaus für die, die das wünschen.

    Im Januar drohen Warnstreiks

    Bayerns IG-Metallchef Jürgen Wechsler nimmt schon das Wort Warnstreik in den Mund. Ab Januar wäre der möglich. Heute wird nur demonstriert : lautstark vor Verhandlungsbeginn.